Die US-Regierung hatte die 20 Punkte des Vorhabens veröffentlicht. Demnach sollen innerhalb von 72 Stunden nach der formellen und öffentlichen Zustimmung Israels alle noch verbliebenen Geiseln in der Gewalt der Hamas freikommen. Im Gegenzug würde Israel 250 zu lebenslanger Haft verurteilte Palästinenser sowie 1.700 inhaftierte Gaza-Bewohner freilassen. Die israelische Armee soll sich zurückziehen, was an die Entmilitarisierung des Gebiets geknüpft ist.
Hamas zögert
Die Hamas soll keine Rolle mehr in der Regierung spielen. Wer seine Waffen niederlegt, soll Amnestie erhalten. Die Verwaltung soll vorübergehend ein technokratisches, unpolitisches palästinensisches Komitee übernehmen, das von einem neuen internationalen Gremium beaufsichtigt wird.Der Druck auf die Hamas ist enorm
In den vergangenen Tagen gab es viele Spekulationen, wie die Antwort der Hamas auf den von Trump am Montag in Washington im Beisein des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu vorgestellten Plan ausfallen werde. Der Druck auf die Hamas ist enorm – militärisch wegen Israels Offensive im Norden des Gazastreifens und diplomatisch, weil auch Verbündete der Hamas dem Plan zugestimmt haben sollen.Beobachter rechneten jedoch mit möglichen Nachforderungen oder Einschränkungen durch die Hamas. Der israelische Sender i24news berichtete, aus israelischer Sicht gebe es dafür keinen Spielraum – die Hamas könne den Plan nur annehmen oder ablehnen. Netanyahu hatte für den Fall einer Ablehnung die Fortsetzung des Gaza-Kriegs angekündigt.
Ein Vertreter des Polit-Büros der Hamas, Mohammed Nassal, erklärte am Freitag, der Trump-Vorschlag enthalte „bedenkliche Punkte“. Die Palästinenserorganisation werde ihre Position „bald“ bekanntgeben.

