Montag, 7. Juli 2025

Mordverdacht: Polizei verhaftet 45-Jährigen in Bozen

Er arbeitete in Italien unauffällig als Pfleger – doch im Ausland wurde er wegen Verdacht auf Mord gesucht: Jetzt klickten die Handschellen für einen 45-jährigen Tadschiken.

Der Tatverdächtige wurde in das Gefängnis Bozen eingeliefert. - Foto: © Quästur Bozen


Unter falschem Namen und mit der Behauptung, afghanischer Staatsbürger zu sein, hatte sich der Mann bereits vor mehreren Jahren einen Aufenthaltstitel aus humanitären Gründen erschlichen. Dieser ermöglichte es ihm, in verschiedenen Regionen Italiens – zuletzt in Bozen – als Pflegekraft zu arbeiten.

Nach intensiven Ermittlungen der Mobilen Sondereinheit und auf Grundlage internationaler Abgleiche mit dem Interpol-Dienst gelang es den Behörden schließlich, den Gesuchten ausfindig zu machen und zu verhaften. Es handelt sich um den 45-jährigen tadschikischen Staatsbürger mit den Initialen B.A.R., dem ein Auslieferungsverfahren droht.

Wegen gemeinschaftlichen Mordes verdächtigt und international gesucht

Der Mann wird von den Behörden Tadschikistans wegen gemeinschaftlichen Mordes gesucht. Ihm wird vorgeworfen, im Juli 2000 gemeinsam mit einem Kameraden der tadschikischen Armee einen benachbarten Soldaten getötet zu haben. Der Internationale Kooperationsdienst hatte den Fall gemeldet.

Der Tatverdächtige wurde in das Gefängnis Bozen eingeliefert. Zuständig für das Auslieferungsverfahren ist die Berufungsgerichtskammer in Trient, Außenstelle Bozen. Diese hat den Arrest inzwischen bestätigt und die Untersuchungshaft angeordnet. Nun stehen weitere Anhörungen bevor, um das Auslieferungsverfahren weiter voranzutreiben.

stol

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