Mittwoch, 12. November 2025

Im Fokus: Entsiegelung von verbauten Flächen

Bei einer Informationsveranstaltung beleuchtete die Handelskammer Bozen die „Nature-based Solutions“ und die Entsiegelung als Schlüsselmaßnahmen für die Klimaziele. Eine Studie der Universität Trient lieferte die Datenbasis, anschließend diskutierten Experten am Runden Tisch Chancen und Herausforderungen dieser naturbasierten Lösungen.

Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung (v.l.n.r): Prof. Gianluca Maracchini, Alexander Gruber, Florian Scartezzini , Paolo Bellenzier und Karin Pichler. - Foto: © hk


Nature-based Solutions (NbS), im Deutschen natürliche Klimaschutzlösungen oder naturbasierte Lösungen, sind wichtige Maßnahmen um die globale Erwärmung und deren Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen zu reduzieren. Entsiegelung bedeutet, undurchlässige Flächen (zum Beispiel Asphalt oder Beton) zu entfernen oder zu durchlässigen Materialien umzuwandeln, sodass Wasser wieder versickern und Vegetation wachsen kann.

Klimaplan 2040 für Südtirol

„Die ambitionierten Vorgaben zum Klimaschutz auf europäischer und nationaler Ebene erfordern ein Umdenken und Anpassungen auf verschiedenen Ebenen. Auch der Klimaplan 2040 für Südtirol sieht hierzu regionale und lokale Strategien und Lösungsansätze vor. Nature-based Solutions, insbesondere die Entsiegelung, zählen zu den Instrumenten für die Erreichung dieser Zielsetzungen“, so Handelskammerpräsident Michl Ebner in seinen Grußworten.

In einer umfangreichen Studie haben Expertinnen und Experten der Universität Trient die verschiedenen Ansätze für „Nature-based Solutions“ und der Entsiegelung erfasst. Vorgestellt wurden die Ergebnisse von Prof. Sara Favargiotti und Anna Codemo. Kernstück der Untersuchung sind Fallbeispiele aus der Autonomen Provinz Bozen, die den Nutzen einer Umsetzung dieser Maßnahmen aufzeigen.

Positive Auswirkungen im Fokus

Zu den positiven Auswirkungen zählen unter anderem die Abschwächung von Wärmeinseln, die Kosteneinsparung durch Temperatursenkungen sowie allgemein eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel, beispielsweise durch geringere Schäden bei Extremwetterereignissen. Die Studie der Universität Trient steht auf der Homepage der Handelskammer Bozen zum Download bereit.

Weiteres Highlight der Informationsveranstaltung bildete ein Runder Tisch, bei dem über die Chancen und Herausforderungen der Nature-based Solutions und der Entsiegelung diskutiert wurde.

Daran teilgenommen haben Prof. Gianluca Maracchini von der Universität Trient; Alexander Gruber, Direktor des Ressorts Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Energie, Raumentwicklung und Sport des Landes Südtirol; Florian Scartezzini, Vorstandsmitglied und Sekretär der Architektenkammer Bozen sowie Paolo Bellenzier, Direktor der Abteilung Raumplanung und Raumentwicklung der Gemeinde Bozen.

stol

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