Kurz nach Mitternacht lag der 17-Jährige auf einer Parkbank, als ihn drei Unbekannte umringt haben sollen. Einer habe ihn festgehalten, ein zweiter ihn am T-Shirt gepackt und ihn gewaltsam zu Boden gestoßen, sodass sein Kopf auf dem Boden aufschlug.
Währenddessen habe ein dritter Täter in seine Taschen gegriffen und sein Mobiltelefon entwendet. Der Jugendliche wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und anschließend fast eine Woche lang auf der neurologischen Abteilung behandelt. Trotz schneller medizinischer Versorgung erlitt er schwere bleibende Schäden: Auf einem Ohr blieb ein Hördefizit zurück, auf dem anderen hört er nicht mehr.
Inzwischen hat der Prozess gegen drei junge Marokkaner begonnen, die wegen schwerer Körperverletzung und schweren Raubes angeklagt sind. Es handelt sich um einen 20-Jährigen ohne festen Wohnsitz, der sich derzeit in Haft befindet, einen 22-Jährigen, der derzeit unauffindbar ist, sowie einen 26-Jährigen, der zur Tatzeit in der Wohnanlage Fersina gemeldet war.
Verhandlung vorerst vertagt
Die Anklage wirft ihnen vor, den Jugendlichen gezielt angegriffen zu haben, um ihn zu berauben. Die Tat wird als besonders schwer eingestuft, da das Opfer minderjährig war und sich der Überfall nachts in einem schlecht beleuchteten Bereich des Parks ereignete, was seine Verteidigung zusätzlich erschwerte. Die Verhandlung wurde vorerst vertagt, da bei einigen Angeklagten Zustellprobleme bestehen und diese derzeit nicht auffindbar sind. Das Opfer, vertreten durch Rechtsanwalt Matteo Benvegnù, beabsichtigt, sich dem Verfahren als Nebenkläger anzuschließen und Schadenersatz zu fordern.Parallel dazu läuft ein weiteres Verfahren gegen drei weitere marokkanische Staatsbürger, die am späteren Verkauf des geraubten Smartphones beteiligt gewesen sein sollen. Dabei handelt es sich um zwei 19-Jährige, die ebenfalls unauffindbar sind, sowie einen 31-Jährigen mit Wohnsitz in der Anlage Fersina.
Am selben Abend kam es in der Umgebung zu zwei weiteren Überfällen: Ein Mann sei von einer Gruppe umringt und mit einem Faustschlag attackiert worden, während ebenfalls im Bereich „Le Albere“ ein 18-Jähriger marokkanischer Herkunft ohne festen Wohnsitz bedroht und mit einem Messer verletzt worden sein soll. Die Täter sollen ihm seinen Rucksack gestohlen haben. Die Ermittlungen zu allen Vorfällen laufen.

