Asiatische Schwarzbären, die im Großteil des Landes verbreitet sind, können bis zu 130 Kilogramm wiegen. Braunbären auf der nördlichen Insel Hokkaido bringen es auf ein Gewicht von bis zu 400 Kilogramm.
Als Gründe für die zunehmenden Begegnungen zwischen Menschen und Bären gelten eine wachsende Population, eine durch den Klimawandel veränderte Nahrungsgrundlage und die Entvölkerung ländlicher Gebiete. Zudem ist die einst zur Kontrolle der Bestände eingesetzte, alternde Jägerschaft überfordert. In den vergangenen Wochen griffen Bären Kunden in einem Supermarkt an, attackierten einen Touristen an einer Bushaltestelle und zerfleischten einen Arbeiter in einem Thermalbad.
Die japanische Regierung plant, als Teil eines Notfallpakets mehr lizenzierte Jäger zu rekrutieren. Bereits im September wurden die Waffengesetze gelockert, um Jägern den Abschuss von Bären in städtischen Gebieten zu erleichtern.

