Donnerstag, 7. August 2025

Johanneum in Dorf Tirol: „Zweckbindung muss bleiben“

Seit 2008 gehört das ortsbildprägende Johanneum in Dorf Tirol der Unternehmerfamilie Gostner. Es hätte zu einer Seniorenresidenz mit einer medizinisch-therapeutischen Einrichtung umgestaltet werden sollen. Doch geschehen ist in all den Jahren nichts. Das ehemalige bischöfliche Knabenseminar war dem Verfall preisgegeben.

Das Johanneum (im Bild eine historische Aufnahme) wird von Engel & Völkers Merano als „Seniorenresidenz am historischen Ensemble mit weitläufigem Naturareal“ zum Kauf angeboten. - Foto: © privat

Nun wird das Johanneum bei Engel & Völkers Merano als „Seniorenresidenz am historischen Ensemble mit weitläufigem Naturareal“ angeboten. Es geht um eine Grundstücksfläche von fast 70.000 Quadratmeter.

In der Objektbeschreibung werden das im Jahr 2010 bei der Gemeinde Tirol eingereichte Projekt und das 2020 vorgelegte Varianteprojekt vorgestellt und das Areal mit „herausragendem Potenzial für Investoren, Betreiber und visionäre Projektentwickler“ angepriesen. Den Kaufpreis gibt es nur auf Anfrage.

Bürgermeister Christoph Pircher ist alarmiert. Er befürchtet, dass die Eigentümer die soziale Zweckbindung eliminieren möchten. Auf dem Grundstück könnten dann Wohnungen errichtet werden. Dieses Ansinnen soll bereits 2024 an die Gemeinde herangetragen worden sein. Doch sie ist dagegen. Die soziale Zweckbindung müsse bleiben, betont Pircher. Ein Seniorenheim begrüßt er.

ehr

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