Dienstag, 27. Januar 2026

Jugendliche erinnern an Schoah: Brixner Schulklassen in Rom ausgezeichnet

Ein starkes Zeichen der Erinnerung und des Dialogs setzten Schüler aus Brixen am heutigen internationalen Holocaust-Gedenktag. Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella empfing im Rahmen der offiziellen Gedenkfeier im Quirinal eine Delegation von Mittelschulen aus Brixen.

Gruppenfoto der Brixner Mittelschülerinnen und Mittelschüler vor dem Quirinal anlässlich des Tags des Gedenkens.

Begleitet von Lehrpersonen, der Schuldirektorin sowie Vertretern des italienischen Bildungsausschusses Evviva Bressanone nahmen die Jugendlichen an der feierlichen Zeremonie teil.

Präsident Mattarella zeichnete mehrere Südtiroler Schulklassen aus, die sich am gesamtstaatlichen Wettbewerb „I giovani ricordano la Schoah“ des Bildungsministeriums beteiligt hatten. Unter den Geehrten befanden sich die deutschsprachige Mittelschule Wolkenstein sowie die italienischsprachige Mittelschule Manzoni.

Von links: Alessandro Urzì, Lehrer Antonio Bova, Schulleiterin Cristina Luppi und Landesrat Galateo mit den Schülerinnen und Schülern aus Brixen, die für ihr Projekt von Staatspräsident Sergio Mattarella geehrt wurden.



An der Veranstaltung nahm auch der Landesrat für italienische Bildung und Kultur Marco Galateo teil. Er unterstrich die Bedeutung solcher Initiativen: „Sie fördern die Kultur der Erinnerung, stärken den Dialog zwischen den Sprachgruppen und sensibilisieren junge Menschen für Geschichte.“

Die Teilnahme der Brixner Schulen steht zudem im Zusammenhang mit dem Projekt „Brixen erinnert an die Schoah“, das vom Bildungsausschuss „Evviva Bressanone“ getragen wird. Ziel des Projekts ist es, Bürgerinnen und Bürger – insbesondere Jugendliche – aktiv in die Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur einzubinden.

Unterstützt wird die Tätigkeit von „Evviva Bressanone“ vom italienischen Landesamt für Weiterbildung, Bibliotheken und audiovisuelle Medien.

Mit ihrem Engagement zeigen die Jugendlichen aus Brixen, dass Erinnerungsarbeit lebendig bleibt – und dass die Verantwortung für das Gedenken an die Schoah auch in den Händen der jungen Generation liegt.

lpa

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