Montag, 16. Februar 2026

Kommentar: Mit Siegen und Offenheit in die Geschichtsbücher

„Noch eine Woche, dann ist Olympia in Antholz Geschichte. Was bleiben wird, sind Erinnerungen an superspannende Rennen – und an eine Athletin, die in die Sportgeschichtsbücher eingehen wird“. Ein Kommentar von „Dolomiten“-Ressortleiter Michael Eschgfäller.

Michael Eschgfäller: „Dass Dorothea Wierer bei ihren Abschiedsrennen die eine oder andere Scheibe zu viel stehen gelassen hat, hat im Herzen wehgetan.“ - Foto: © ÖA / jaidermartina


Einmal mehr hat sich gezeigt, wie nahe Sieg und Niederlage beieinanderliegen. Was haben wir unseren Athletinnen und Athleten bei der Heimolympiade die Daumen gedrückt.

Dass Dorothea Wierer bei ihren Abschiedsrennen die eine oder andere Scheibe zu viel stehen gelassen hat, hat im Herzen wehgetan. Nicht nur Südtirol würde dieser Ausnahmeathletin zum Karriereende noch einmal eine Olympiamedaille in einem Einzelrennen gönnen.

Dass sie einer der Topstars in der Szene ist, hat sie gestern eindrücklich bewiesen, raste in der Verfolgung von Rang 44 auf Platz neun vor. Aber auch abseits der Loipe ist Wierer eine der ganz Großen.

Mit ihrer Aussage, dass sie ihre Periode habe und es deshalb in der Loipe nicht so klappe, hat sie ein Tabu offen ausgesprochen: jene Schwierigkeit, mit der Frau im Profisport zusätzlich zu kämpfen hat.
Michael Eschgfäller


Nicht nur deshalb wird Doro Wierer in die Sportgeschichtsbücher eingehen.

michael.eschgfaeller@athesia.it

stol

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