„Wir müssen Jesu Hände und Füße für den Frieden sein – jede und jeder Einzelne kann einen wertvollen Beitrag leisten“, betonte der geistliche Assistent Karl Brunner bei der feierlichen Vesper in der Grieser Stiftspfarrkirche. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Aus allen 6 Bezirken waren Mitglieder angereist, um couragiert ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von einer Abordnung des gemischten Chors Pfalzen.
Im Anschluss machte sich der lange Zug auf den Weg zur alten Grieser Pfarrkirche. Dort erinnerte Kitty de Guelmi von der Schwesterorganisation ACLI (Associazioni Cristiane Lavoratori Italiani) an die „Carovana della Pace“, die sich vor wenigen Wochen in Kalabrien aufgemacht hat, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen „Man kann ganz ohne Schwert für etwas kämpfen und sich einsetzen!“
„Frieden ist alternativlos“, erklärte Sepp Kusstatscher von der Friedensinitiative Südtirol. Weltweit sterben täglich Menschen in Kriegen, Millionen leiden unter Gewalt, Flucht und Zerstörung. „Daran dürfen wir uns niemals gewöhnen.“ Angesichts wachsender Spannungen und neuer Aufrüstungspläne brauche es Menschen, die Verantwortung übernehmen und mutig für den Frieden eintreten. „Friede, Gerechtigkeit und Dialog sind keine abstrakten Werte, sondern konkrete Handlungsaufträge an uns alle.“
Der KVW hat daher sein Jahresthema 2025 unter das Leitwort gestellt: „Ein gutes Leben für ALLE – Suche Frieden und jage ihm nach!“
Beim Friedensmarsch wurde deutlich gemacht:
Der Gedenktag des Seligen Josef Mayr-Nusser, der am 3. Oktober gefeiert wird, wurde bewusst für die Veranstaltung gewählt. Sein mutiger Widerstand gegen das NS-Regime und seine Verweigerung des SS-Eids auf Hitler sind ein leuchtendes Beispiel für Zivilcourage und gelebten Glauben.
Am Ende bleibt die Botschaft klar: Jede und jeder kann ein Zeichen setzen – damit die Mächtigen dieser Welt sich für den Frieden entscheiden.

