Das Gemeindeentwicklungsprogramm Schnals wurde in zwischengemeindlicher Zusammenarbeit mit den Gemeinden Naturns, Partschins und Plaus erarbeitet. „Ziel dieser Vorgehensweise ist es, zentrale Zukunftsthemen wie Raumordnung, Mobilität, Landschaft und Erreichbarkeit über Gemeindegrenzen hinweg besser aufeinander abzustimmen und Synergien zu nutzen“, erklärt Brunner. Gerade die enge Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden zeige, „dass Raumplanung heute nur mehr gemeinsam und funktional gedacht werden kann“, so der Landesrat.
Ein besonderer Schwerpunkt des Programms liegt auf dem Themenbereich Mobilität und Erreichbarkeit, der von den 4 beteiligten Gemeinden gemeinsam ausgearbeitet wurde. Vorgesehen sind unter anderem eine bessere Abstimmung von Siedlungs- und Verkehrsplanung, die Förderung von Verdichtung und Nutzungsmischung sowie eine bessere Zugänglichkeit zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Ergänzend dazu sind Mobilitätszentren vorgesehen.
In der Gemeinde Schnals wurde zeitgleich mit dem Gemeindeentwicklungsprogramm auch ein Ensembleschutzkatalog ausgearbeitet. Dieser dient dem gezielten Schutz besonders sensibler Ortsbilder und trägt dazu bei, die kulturelle Identität und die landschaftliche Qualität des Gemeindegebiets langfristig zu sichern.
Nach dem Beschluss der Landesregierung ist das Gemeindeentwicklungsprogramm der Gemeinde Schnals nun für einen Zeitraum von 10 Jahren gültig. Südtirolweit haben derzeit rund 30 Gemeinden das Genehmigungsverfahren für ihr Gemeindeentwicklungsprogramm eingeleitet. Bereits über ein genehmigtes Gemeindeentwicklungsprogramm verfügen die Gemeinden Ratschings, Bruneck, Taufers im Münstertal, Truden, Montan, Plaus, Naturns, Partschins, Aldein und nun auch Schnals.

