Freitag, 7. November 2025

Lawine in Nepal: Vermisstensuche vorerst eingestellt – Auch Markus Kirchler (29) darunter

Nach dem Lawinenunglück am Yalung Ri in Nepal ist die Suche nach fünf vermissten Bergsteigern – darunter befindet sich auch der 29-jährige Markus Kirchler – offiziell beendet. Die widrigen Bedingungen am 5.630 Meter hohen Gipfel machten eine Fortsetzung unmöglich – erst im Sommer könnten die Bergungsversuche wieder aufgenommen werden. Dies berichten „The Himalayan Times“ und die italienische Nachrichtenagentur AGI.

Die Suchaktion am Yalung Ri wurde eingestellt. - Foto: © Google Earth

Das Unglück ereignete sich am 3. November am Yalung Ri (5.630 m) im Rolwaling-Gebiet – eine Tragödie, die auch Südtirol tief erschüttert hat.

Seit dem 5. November hatten Suchmannschaften nach dem Südtiroler Markus Kirchler aus Jenesien, dem Italo-Kanadier Marco Di Marcello, dem Deutschen Jakob Schreiber sowie den nepalesischen Bergführern Padam Tamang und Mere Karki gesucht. Trotz tagelanger Arbeit und mehrerer Meter tiefer Grabungen an der Lawinenstelle fanden die Retter nur Kletterausrüstung wie Steigeisen – jedoch keine Spur der Vermissten.

Auch der 29-jährige Markus Kirchler aus Jenesien befindet sich unter den Vermissten.

„Wir planen, die Suche im Sommer fortzusetzen““

Der erfahrene IFMGA-Bergführer Pasang Kidar Sherpa erklärte, die Suche sei nach wiederholten erfolglosen Versuchen eingestellt worden. „Wir haben drei Tage lang gesucht, konnten jedoch keinen der Verschütteten finden – außer jenen, die bereits am ersten Tag geborgen wurden“, sagte er. „Der Schnee ist inzwischen hart gefroren, weiteres Graben ist unmöglich. Wir planen, die Suche im Juni oder Juli fortzusetzen, wenn das Eis schmilzt.“

Am ersten Tag der Bergungsarbeiten waren die Leichen des italienischen Bergsteigers Paolo Cocco und des Franzosen Christian Andre Manfredi gefunden und zur Obduktion ins Teaching Hospital nach Kathmandu geflogen worden.

Internationales Rettungsteam

Das vierköpfige nepalesische Rettungsteam unter der Leitung von IFMGA/NNMGA-Guide Riten Jangbu Sherpa, zu dem auch Pasang Kidar Sherpa, Chhiring Sonam Lama und der angehende Führer Pasang Temba Sherpa gehörten, hatte am 5. November das Lawinengebiet erreicht. Später stießen internationale Experten hinzu – darunter Bruno Joseph Jelk (Schweiz), Michele Cucchi (Italien) und Chhiring Pande Bhote (Nepal) –, ausgerüstet mit modernster Such- und Rettungstechnik. (STOL hat berichtet)

Bruno Jelk, Präsident der terrestrischen Kommission des Internationalen Komitees für Alpines Rettungswesen (IKAR-CISA), gilt weltweit als einer der führenden Spezialisten im Gebirgsrettungswesen.

vs

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