Erhebungen ergaben, dass ein Skifahrer oberhalb des Anrisses, knapp im Bereich der dortigen Wechte, abgeschwungen hatte. Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass durch dieses Abschwingen die Lawine ausgelöst worden war. Die beiden Gesuchten fuhren laut Informationen der Behörden in Folge nicht weiter ab, sondern stiegen rund 150 Meter wieder in Richtung Maroiköpfe auf.
Die drei Verletzten - ein 70-jähriger Tourenführer, eine 33-jährige Alpinistin und eine 37-jährige Skitourengeherin - waren Teil einer fünfköpfigen Gruppe, die im Rahmen eines Skitouren- und Lawinen-Aufbaukurses auf die Maroiköpfe gehen wollte. Nach einem kurzem Aufstieg in der bereits vorhandenen Aufstiegsspur löste sich rund 80 Meter oberhalb der Gruppe das Schneebrett. Die 33-jährige Alpinistin und der 70-Jährige wurden erfasst, über felsdurchsetztes Gelände mitgerissen und komplett verschüttet. Die 37-Jährige wurde im Randbereich der Lawine mitgerissen und teilweise verschüttet.
Die Verschütteten konnten von nachfolgenden Tourengehern mit LVS-Geräten geortet und innerhalb weniger Minuten ausgegraben werden. Die beiden gänzlich Verschütteten waren ansprechbar und wurden zunächst von den alarmierten Besatzungen der Notarzthubschrauber „Christopherus 8“ und „Gallus 2“ versorgt. Der schwer verletzte Tourenführer wurde schließlich in das Krankenhaus nach Feldkirch geflogen, die leicht verletzte 33-Jährige in das Krankenhaus Dornbirn gebracht. Die ebenfalls leicht verletzte 37-Jährige begab sich selbstständig in ärztliche Behandlung, hieß es. Die Tourengruppe war mit LVS-Geräten, Schaufeln und Sonden unterwegs gewesen. Zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs herrschte in dem Bereich Warnstufe 3, also erhebliche Gefahr.
Von der Staatsanwaltschaft Feldkirch wurde zur Klärung der Unfallumstände die Beiziehung eines Sachverständigen angeordnet. Nach Abschluss der Erhebungen werde ein Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft abgegeben.
Im Einsatz standen neben den Notarzthubschraubern zudem zwei Bergrettungsmannschaften mit 16 Rettern, fünf Alpinpolizisten sowie die Besatzung des Polizeihubschraubers „Libelle“ mit einem Lawinensuchhund.

