Mittwoch, 10. September 2025

„Lebendig trauern“ – Ein Tag für trauernde Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen

Ein einschneidendes Lebensereignis: Der Tod eines geliebten Menschen – eines Vaters, einer Mutter, eines Kindes oder einer anderen besonders nahestehenden Person. Betroffene erleben es ganz unterschiedlich – entsprechend unterschiedlich versuchen sie, einen solchen Verlust zu bewältigen.Das hat der „Bäuerliche Notstandsfonds – Menschen helfen“ (BNF) bereits vor einigen Jahren erkannt und bietet Hilfe an, unter anderem mit dem Projekt „Lebendig trauern“. Beim nächsten Treffen am 20. September im Pustertal sind noch Plätze frei.

Für das nächste Treffen (am Samstag, 20. September) in Oberwielenbach/Percha sind noch Plätze für trauernde Kinder und Jugendliche und ihre Bezugspersonen frei. - Foto: © pixabay

Der lange, aber wichtige Prozess der Trauerbewältigung sollte in vielen Fällen von Experten begleitet werden – deshalb bietet der BNF Hinterbliebenen und insbesondere Kindern betroffener Familien eine professionelle und einfühlsame Begleitung an.

Treffen für Trauernde zwischen fünf und 16 Jahren

Mit dem Projekt „Lebendig trauern“, das heuer bereits zum 2. Mal stattfindet, wurde das Angebot weiter ausgebaut: Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 16 Jahren sowie ihre Bezugspersonen erhalten dabei die Gelegenheit, sich für jeweils einen Tag in verschiedenen Landesteilen an ausgewählten Orten zu treffen.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbindet etwas sehr Bewegendes: Sie alle haben den Tod eines ihnen nahestehenden Menschen erlebt. Begleitet werden diese Treffen von einem Team von ausgebildeten Trauerbegleiterinnen. Sie gehen bei den vier Treffen, die über das ganze Jahr verteilt sind, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen behutsam und einfühlsam ein.

Kinder und Jugendliche trauern anders

Kinder brauchen ein kreatives und spielerisches Angebot, um ihre Gefühle auszudrücken und sich dank ihrer Ressourcen als selbstwirksam und handlungsfähig zu erfahren. Jugendliche trifft die Trauer in einer eh schon sehr herausfordernden Lebenssituation und sie brauchen neben dem Gespräch mit Gleichaltrigen ein Umfeld, das sie im Gefühls-erleben und den vielen Gedanken und Fragen unterstützt.

Nächstes Treffen findet im Pustertal statt

Am Samstag, 20. September, findet das nächste Treffen statt, diesmal am Edenhof der Somnias in Oberwielenbach (Percha). Dieser besondere Hof bietet alles, was Betroffenen guttut: grüne Wiesen, satte Wälder und einen besonderen Ausblick.

Beim Töpfern sollen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer innere Ruhe finden und daraus wieder neue Kraft schöpfen.


Ein Todesfall bringt in der Regel das gesamte Familiengefüge aus dem Gleichgewicht. Dieser Tag soll einen Beitrag leisten, Stück für Stück wieder Balance zu finden.


Für weitere Informationen und für die Anmeldung (bis Samstag, 13. September) kann man sich an Gabriela Mair am Tinkhof (Tel. 329 2640804, gabriela@farfallina.info) oder Nadia Kofler (Tel. 393 2814685, info@nadiakofler.com) wenden.

Dauer: Von 10 bis 17 Uhr


Kosten: Ein Tag € 65,00

ab dem 2. Familienmitglied € 35,00.

Verpflegung inklusive

Stimmen und Rückmeldungen zweier Mütter, die im Vorjahr teilgenommen haben

„Sei es die große Tochter (11), als auch die 6-jährigen Zwillinge und ich selbst sind herzerfüllt am Abend nach Hause gefahren. Uns hat es allen 4en sehr gut gefallen und auch sehr gutgetan. Meine Kleinen haben sogar gefragt, ob wir das wieder machen könnten.

Die Umgebung am Pferdehof war ganz besonders, auch mit den anderen Tieren (Hund, Hasen). Die gesamte Gruppe, alle Teilnehmerinnen waren richtig nett. Wir hatten eine Verbindung, die man stark gespürt hat: wir haben alle einen oder mehrere liebe uns nahestehende Menschen verloren.

Es ist wirklich großartig und von unbeschreiblichem Wert, dass solche tollen Frauen diese Treffen anbieten und dass dieses Projekt vom BNF unterstützt wird!

Von ganzem Herzen DANKE!!!“








„Meiner Tochter und mir hat dieser Tag viel gegeben! Gabi und ihr Team haben die verschiedenen Altersgruppen sehr einfühlsam betreut und jedes Gefühl hatte seinen Platz.

Der Platz am Pichlerhof war natürlich hervorragend gewählt, wir haben uns gleich wohlgefühlt.

Dieses Angebot finde ich so wichtig und wir sind sehr dankbar, dass es organisiert und ermöglicht wird!“




„Notstandsfonds“ steht Menschen zur Seite

Der „Bäuerliche Notstandsfonds – Menschen helfen“ (BNF) verfolgt seit seiner Gründung vor 35 Jahren den Zweck und das Ziel, unverschuldet in Not geratene Personen und Familien aller Sprachgruppen, die in Südtirol ansässig sind, zu beraten und/oder finanziell zu unterstützen, um Notsituationen überwinden zu können. Neben Krankheit, Unfall, Invalidität, Brand und anderen Katastrophenfällen, zählt der Tod zu den häufigsten traumatischen Erfahrungen, in denen Menschen eine diskrete, schnelle und unbürokratische Hilfe benötigen. Der Bäuerliche Notstandsfonds – Menschen helfen bietet auch in diesen Fällen Unterstützung an, zum Beispiel mit professioneller Trauerbegleitung wie im Projekt „Lebendig trauern“.

stol

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