Freitag, 16. Januar 2026

Ligurien: Schüler in Klassenzimmer erstochen – 19-Jähriger in Lebensgefahr

Das heikle Thema der Gewalt in den Schulen rückt in Italien wieder in den Fokus. An einer Schule in La Spezia ist am Freitag ein 19-jähriger Schüler von einem Mitschüler mit einem Messer schwer verletzt worden.

Im Berufsbildungsinstitut „Chiodo-Einaudi“ kam es zu der Attacke. - Foto: © ANSA / GOOGLE MAPS

Der Angriff ereignete sich während des Unterrichts im Berufsbildungsinstitut „Chiodo-Einaudi“ nahe dem Zentrum der ligurischen Hafenstadt. Der Jugendliche wurde am Oberkörper und an der Milz verletzt und in kritischem Zustand ins Krankenhaus Sant'Andrea gebracht, wo er notoperiert wurde.

Nach ersten Ermittlungen wurde der Schüler in einem Klassenraum angegriffen. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Der mutmaßliche Täter ist ein minderjähriger Schüler.

Politisch löste der Vorfall Bestürzung aus. Die Regional- und Provinzvertreter der Demokratischen Partei (PD) äußerten ihre Solidarität mit dem Opfer, seiner Familie und der Schulgemeinschaft und forderten eine gesellschaftliche Debatte, um ähnliche Taten künftig zu verhindern. Auch der Bürgermeister von La Spezia Pierluigi Peracchini verurteilte den Angriff scharf und sprach der Familie des Verletzten seine Anteilnahme aus.

Der Vorfall fällt in eine Phase verschärfter politischer Diskussionen über Gewaltprävention. Erst kürzlich hatte Innenminister Matteo Piantedosi ein neues Sicherheitspaket vorgestellt, das unter anderem ein striktes Verbot des Messertragens, ein Verkaufsverbot von Messern an Minderjährige sowie Sanktionen gegen Eltern vorsieht, die ihre Aufsichtspflicht verletzen. Auch Bildungsminister Giuseppe Valditara verurteilte den Vorfall.

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