Dienstag, 14. Oktober 2025

LIVE | Benko: „Das ist an Zynismus nicht zu überbieten“ – Morgen geht's weiter

René Benko, der sich zu Beginn seiner Einvernahme vor Richterin Andrea Wegscheidet am heutigen Dienstag „nicht schuldig“ bekannte, verwies auf die vergangene Woche eingebrachte Gegenäußerung. Dort habe er mit seinen Verteidigern „alles akribisch und im Detail ausgearbeitet“. Auch wenn er keine weiteren Fragen beantworten wollte, merkte er jedoch an, dass für ihn die Ausführungen der WKStA „an Zynismus nicht zu überbieten“ sei. Der Prozesstag ist für heute beendet – morgen geht es weiter. STOL ist wieder LIVE dabei.

René Benko im Gerichtssaal – muss er ins Gefängnis? - Video: stol

Der heutige erste Verhandlungstag war bis 18 Uhr angesetzt. Doch nach gut zwei Stunden war alles vorbei.
HIER können Sie die Geschehnisse des heutigen Prozesstages LIVE nachlesen.

Die Anklage betreffe einerseits die Miet- und Betriebskostenvorauszahlung in Höhe von 360.000 Euro für die Anmietung eines Hauses, die wirtschaftlich und sachlich unvertretbar gewesen sein sollen sowie eine Schenkung in der Höhe von 300.000 Euro an Angehörige, hieß es.

Bilder aus dem Gerichtssaal:



Benko habe die Zahlungen demnach bereits unter dem Eindruck zunehmender Zahlungsschwierigkeiten und einer absehbaren Konkurseröffnung geleistet.

Der Prozess wird vor einem Schöffengericht im Schwurgerichtssaal des Innsbrucker Landesgerichts verhandelt. - Foto: © APA/THEMENBILD / EXPA/JOHANN GRODER


Bei dem Haus handelt es sich anscheinend um Benkos Villa auf der Innsbrucker Hungerburg - der zweiten größeren Bleibe des Signa-Pleitiers in seiner Heimatstadt neben jener im Stadtteil Igls.

Benko soll laut den Ermittlern nur wenige Wochen vor der Pleitewelle in der Signa-Gruppe im Oktober ebenjene 360.000 Euro an die RB Immobilienverwaltungs GmbH & Co KG überwiesen haben, die als Eigentümerin der Villa firmiert, hieß es in Medienberichten. Dabei sei die Villa zu diesem Zeitpunkt wegen eines Wasserschadens nach einem Hangrutsch unbewohnbar gewesen.

Bei der Schenkung von 300.000 Euro an Angehörige dürfte es sich laut Medienberichten um ein Geschenk an Benkos Mutter vom November 2023 - rund um die Insolvenz der Signa Holding - gehandelt haben.

stol/apa

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