„Die aktuellen Nachweise zeigen, dass sich diese äußerst heimliche und seltene Wildart wieder in Südtirols Wäldern bewegt; das ist ein positives Signal für Biodiversität und ökologische Stabilität“, unterstreicht Landesforstdirektor Günther Unterthiner.
Nachweise auch im Bundesland Tirol und in der Schweiz
Auch in den angrenzenden Regionen mehren sich die Hinweise: In Tirol wurden im Vorjahr insgesamt sechs Luchsnachweise über Wildtierkameras registriert. In Graubünden wird der Bestand derzeit auf rund 15 bis 20 Tiere geschätzt; für das laufende Jahr sind dort aktive Wiederansiedlungen geplant, nachdem 2024 bei der Wolfsjagd versehentlich drei Luchse erlegt worden waren. Die Ausbreitung erfolgt vor allem von der Schweiz aus Richtung Osten. Ist die Fotoqualität ausreichend, können Individuen anhand ihrer einzigartigen Fellzeichnung mit internationalen Datenbanken abgeglichen werden.Der Eurasische Luchs ist die größte Katzenart Europas und lebt sehr zurückgezogen. Typisch sind die Pinselohren, der kurze Stummelschwanz und das gefleckte Fell, dessen Muster jedes Individuum eindeutig kennzeichnet. „Luchse bevorzugen strukturreiche, ruhige Waldlebensräume und sind vor allem dämmerungs- und nachtaktiv“, berichtet Dominik Trenkwalder vom Landesamt für Wildtiermanagement in der Landesabteilung Forstdienst.

