Der neue Rekord-Blitz sei erst bei einer nachträglichen Untersuchung des damaligen Gewitters mit Satellitentechnologie verifiziert worden, berichtet die WMO. Den WMO-Ausschuss für Wetterextreme gibt es seit 2007. Er prüft auch andere Extremereignisse wie Hitze, Hagelgröße, Windgeschwindigkeit oder Hurrikane. Nur, was mit wissenschaftlich einwandfreien Methoden gemessen und nachgewiesen werden kann, wird in der Rekord-Datenbank aufgenommen.
Längster Blitz dauerte 17,1 Sekunden
Der längste Blitz dauerte 17,1 Sekunden und passierte über Uruguay und Nordargentinien im Juni 2020. Als tödlichster ging ein Blitz in Simbabwe in die Annalen ein, bei dem 1975 auf einmal 21 Menschen starben. Sie hatten in einer Hütte Zuflucht gesucht. Indirekt war ein Blitz in Ägypten noch tödlicher: Er traf 1994 eine Reihe von Öltanks, die in Brand gerieten. Das brennende Öl floss in den Straßen von Dronka. 469 Menschen starben.Die WMO erinnert daran, wo man vor Blitzen am besten geschützt ist: in einem solide gebauten Gebäude mit Verkabelung und Wasserleitungen, nicht aber in einer Strandhütte oder Bushaltestelle. Der zweitbeste Ort sei ein vollständig geschlossenes Fahrzeug mit Metallverkleidung, aber nicht ein Strandbuggy oder ein Motorrad.

