Donnerstag, 2. April 2026

Meran: Kohlenmonoxid-Austritt mit zwei Verletzten

Zu einem starken Kohlenmonoxidaustritt ist es am gestrigen Mittwochvormittag bei einer Gastherme in einem Mehrfamilienhaus am Winkelweg in Meran gekommen. Eine Person wurde schwer, eine weitere leicht verletzt. Das Haus wurde während der Belüftung durch die Freiwillige Feuerwehr Obermais evakuiert. Auch die Berufsfeuerwehr Bozen wurde hinzugezogen.

Die Obermaiser Feuerwehrleute belüfteten das Gebäude und zogen die Berufsfeuerwehr Bozen für weitere Ermittlungen hinzu. - Foto: © FFW

Gegen 11.30 Uhr hatte am Mittwoch eine Person Alarm geschlagen, weil eine zweite Person in der Wohnung das Bewusstsein verloren hatte. Sofort rückten das Weiße Kreuz Meran und der Meraner Notarzt aus. Die standardmäßigen CO-Melder, mit denen der Rettungsdienst ausgestattet ist, zeigten eine erhöhte Konzentration von Kohlenmonoxid an.

Die beiden Personen wurden rasch aus der Wohnung und ins Krankenhaus gebracht. Eine Person ist schwer verletzt, die zweite Person leicht. Das Rettungsteam blieb laut Bluttest unverletzt.

Gesamtes Mehrfamilienhaus evakuiert

Das Weiße Kreuz Meran verständigte während seines Einsatzes die Freiwillige Feuerwehr Obermais. Diese stellte nicht nur in der Wohnung, sondern im ganzen Gebäude eine hohe Kohlenmonoxid-Konzentration fest. Die Feuerwehrleute betraten das Mehrfamilienhaus für ihre Messungen unter schwerem Atemschutz.


Foto: © FFW



Es waren nur noch zwei weitere Personen im Haus, die ins Freie gebracht wurden. Es wurde ihnen empfohlen, im Krankenhaus einen Bluttest zu machen.

Kohlenmonoxid kann auch durch Wände dringen

Die Obermaiser Feuerwehrleute belüfteten das Gebäude und zogen die Berufsfeuerwehr Bozen für weitere Ermittlungen hinzu. Ausgangspunkt des Kohlenmonoxidaustritts war eine Gastherme.

„Kohlenmonoxid ist geruchlos, hochgiftig und kann auch durch Wände dringen“, erklärt der Obermaiser Feuerwehrkommandant Lukas Verdorfer. „Vergiftungssymptome können schon bei einer niedrigen Konzentration auftreten, auch erst Stunden später.“ Ab einer gewissen Dichte bestehe auch eine große Explosionsgefahr. Kommandant Verdorfer rät deshalb, Gasthermen regelmäßig warten zu lassen.

In welchen Fällen es Sinn macht, sich einen Kohlenmonoxidmelder zuzulegen und was Sie darüber wissen sollten, lesen Sie im Interview mit Hauptbrandinspektor Christian Auer von der Berufsfeuerwehr Bozen.

ehr