Donnerstag, 12. März 2026

Meran: Potential als Frühlingsdestination besser nutzen

Kürzlich fand im Pavillon des Fleurs im Kurhaus Meran die Jahresversammlung des Bezirks Meran/Vinschgau des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Entwicklungen und Herausforderungen im Bezirk, die neue Arbeitgebermarke „JOIN future hospitality“, aktuelle tourismuspolitische Themen sowie die Bedeutung von Architektur und Raumgestaltung für das Gästeerlebnis.

: Architekt Stefan Gamper, HGV-Vizepräsident Hansi Pichler, HGV-Bezirksobmann Florian Obkircher, HGV-Präsident Klaus Berger, HGV-Direktor Raffael Mooswalder, Stephanie Dissertori, Leiterin der HGV-Stabsstelle Ehrenamtsmanagement, Helmuth Rainer, ehemaliger Verbandssekretär des Bezirkes Meran/Vinschgau und Benedikt Werth, Leiter der Verbandsentwicklung im HGV. - Foto: © hgv


Für Florian Obkircher war es die erste Bezirksversammlung als neuer Bezirksobmann von Meran/Vinschgau. In seinen einleitenden Worten blickte er auf wichtige Entwicklungen im Bezirk und dankte seinem Vorgänger Hansi Pichler, der den Bezirk 16 Jahre lang geführt hat, für dessen großen Einsatz. Ein zentrales Anliegen sei für ihn weiterhin die Erreichbarkeit des Bezirks.

„Eine moderne Mobilitätsstruktur ist für die Weiterentwicklung unseres Bezirks entscheidend“, betonte Obkircher. Projekte wie der Küchelbergtunnel oder die Elektrifizierung der Vinschger Bahn seien wichtige Fortschritte, dennoch brauche es weiterhin gezielte Investitionen und eine enge Zusammenarbeit mit der Politik.

Auch auf das veränderte Buchungsverhalten ging Obkircher ein: Gäste würden ihren Urlaub zunehmend kurzfristiger planen und buchen. Gerade deshalb biete der Frühling im Raum Meran/Vinschgau große Chancen, die weiterhin genutzt werden müssten.

„JOIN future hospitality“

HGV-Präsident Klaus Berger blickte in seinen Worten auf seine ersten Monate im Amt zurück und hob die große Vielfalt der Hotel- und Gastbetriebe in Südtirol hervor. „Unser Ziel ist es, für alle Betriebe − ob groß oder klein − da zu sein und den Mehrwert des Gastgewerbes der Allgemeinheit gegenüber wieder stärker sichtbar zu machen“, sagte Berger. Als zentrale Herausforderung der kommenden Jahre bezeichnete er den Generationswechsel in vielen Familienbetrieben und den Erhalt der gastgewerblichen Nahversorgung und insbesondere der Dorfgasthäuser.

Als Gastreferent sprach der Architekt Stefan Gamper vom Architekturbüro Gamper über die Bedeutung von Architektur und Raumgestaltung für das Gästeerlebnis. Gäste würden innerhalb weniger Sekunden entscheiden, ob sie sich in einem Betrieb wohlfühlen. Faktoren wie Licht, Materialität, Akustik oder Raumklima spielten dabei eine zentrale Rolle.

Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war die Vorstellung des Projekts Arbeitgebermarke „JOIN future hospitality“, das von HGV-Direktor Raffael Mooswalder präsentiert wurde. „Wir wollen Südtirols Hospitality als modernen und attraktiven Arbeitgeber positionieren und unsere Betriebe dabei unterstützen, ihre Arbeitgeberrolle bewusst weiterzuentwickeln“, betonte Mooswalder.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Versammlung blieb bei einem gemütlichen Umtrunk noch Zeit für Gespräche und Austausch unter den Mitgliedern.

stol

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