In die Arbeiten brachten sich mit Matthias Stuflesser, dem Abteilungsdirektor der Ladinischen Bildungs- und Kulturverwaltung, und André Comploi, dem Direktor des Ressorts Ladinische Bildung und Kultur, hohe Beamte aus dem ladinischen Bereich der Landesverwaltung ein. Geleitet wurde die Tagung von Bahne Bahnsen, dem FUEN-Vizepräsidenten aus Nordfriesland.
Univ.-Prof. Paul Videsott, der wissenschaftliche Leiter des Südtiroler Volksgruppeninstituts, legte in seinem Vortrag dar, dass der Tourismus den Ladinern Wohlstand gebracht habe. Inzwischen aber müssten immer mehr Ladiner das Siedlungsgebiet verlassen, weil sie sich das Leben dort nicht mehr leisten können. „Der Tourismus schafft positive Bedingungen für das Leben von Minderheiten, aber zu viel Tourismus wiederum ist schlecht für sie“, sagte Videsott.
Die Delegierten beschlossen, einen Workshop einzusetzen, bei dem Experten die Frage vertiefen und Maßnahmen erörtern sollen, wie Tourismus für Minderheiten verträglich bzw. förderlich gestaltet und wie die Präsenz von Minderheitensprachen bei sportlichen und kulturellen Großveranstaltungen erhöht werden kann.

