Die israelische Armee flog nach eigenen Angaben am Samstag erneute Luftangriffe auf die Hisbollah-Miliz. Ziel der „weiteren Angriffswelle“ seien „Raketenwerfer, Waffenlager und weitere militärische Einrichtungen“ der pro-iranischen Kämpfer in verschiedenen Gebieten im Südlibanon und in der Bekaa-Ebene gewesen, erklärten Israels Streitkräfte am Samstag.
Die israelische Armee erklärte, bei den Angriffen am Freitag seien Kommandanten der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan-Brigade sowie zwei Kommandozentralen der Brigade im Gebiet rund um die südlibanesische Ortschaft Majdal Selem attackiert worden. Die Kommandanten seien für „mehrere Angriffe“ auf israelische Soldaten und Zivilisten verantwortlich. Angaben zu getöteten Soldaten machte die Armee zunächst nicht.
Gefechte weiten sich auch auf Libanon aus
Zu den Angriffen, die Israel am Vortag auf die Region um die Stadt Baalbek geflogen hatte, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium, neben den 16 Getöteten seien 35 weitere Menschen verletzt worden. Am Freitag war noch von neun Toten die Rede gewesen.Die für den Libanon zuständige UNO-Gesandte Jeanine Hennis-Plasschaert rief unterdessen zu Gesprächen zwischen dem Libanon und Israel auf. Diese könnten „entscheidend“ sein, um es „kommenden Generationen zu ersparen, immer wieder den gleichen Albtraum zu durchleben“, erklärte sie. Die Gefechte im Libanon müssten aufhören, schrieb sie weiter und fügte an: „Zu viele Menschen drohen zu leiden.“
Nach dem Beginn der massiven US-israelischen Angriffe auf den Iran am Samstag hatte sich der Krieg am Montag auf den Libanon ausgeweitet. Nachdem die vom Iran unterstützte und finanzierte Miliz Raketen auf Israel abgefeuert hatte, beschoss die israelische Armee Ziele im Libanon. Die israelische Armee beabsichtigt nach eigenen Angaben die Einrichtung einer Pufferzone im Südlibanon.

