Mittwoch, 30. Juli 2025

Mit 140 km/h auf der Flucht: Harley-Fahrer stürzt nach Verfolgungsjagd

Wilde Verfolgungsjagd im Wipptal: Nachdem ein Biker mit seinem Motorrad vom Typ Harley Davidson das Stoppsignal der Carabinieri bei Mittewald ignorierte, soll er die Flucht ergriffen haben. Diese endete erst in Franzensfeste, wo der Verdächtige zu Sturz kam – und sich anschließend weigerte, sich einem Alkoholtest unterziehen und medizinisch versorgen zu lassen.

Die Carabinieri verfolgten den Harley-Fahrer, der ganze sieben Kilometer bis zur Ortseinfahrt von Franzensfeste zurücklegte, ehe er gegen eine Leitplanke prallte und zu Sturz kam. - Foto: © CC


Eine Streife der Carabinieri der Kompanie Sterzing wurde kürzlich spätabends auf der Brennerstaatsstraße bei Mittewald auf ein leistungsstarkes Motorrad aufmerksam.

Als die Beamten versuchten, den Biker anzuhalten, soll er plötzlich beschleunigt und die Flucht ergriffen haben. Sofort nahmen die Ordnungshüter die Verfolgung des Verdächtigen auf.

Mit 140 Sachen in 70er-Zone

Dieser soll mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 Stundenkilometern (auf Abschnitten, in denen die Höchstgrenze bei 70 Stundenkilometern liegt) und einem äußerst gefährlichen Fahrstil über etwa sieben Kilometer der Brennerstaatsstraße bis zur Ortseinfahrt von Franzensfeste gerast sein.

Dort soll er seitlich gegen eine Leitplanke geprallt und zu Sturz gekommen sein. Sofort wurde die Rettungskette in Gang gesetzt – die angerückten Sanitäter kümmerten sich um die Erstversorgung des Verunfallten. Indes überprüften die Carabinieri seine Identität. Demnach handelt es sich beim Raser um einen in Feldthurns wohnhaften Italiener, den Eigentümer der Harley Davidson, dem Motorrad, mit dem er verunfallt war.

Anzeige, Abzug von 23 Punkten und 450-Euro-Strafe

Laut Carabinieri soll der Mann darüber hinaus alkoholisiert gewirkt haben – einen entsprechenden Test verweigerte er jedoch. Genauso weigerte er sich, zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht zu werden. Am Folgetag soll er sich aber umentschieden und doch ins Brixner Spital begeben haben, um seine Verletzungen untersuchen zu lassen, berichten die Carabinieri.

Die Beamten beschlagnahmten sein durch den Unfall stark beschädigtes Motorrad, zeigten den Mann wegen Trunkenheit am Steuer an, zogen ganze 23 Punkte von seinem Führerschein ab und verdonnerten ihn zu einer Geldstrafe von 450 Euro.

stol

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