Donnerstag, 18. Dezember 2025

Mit Charité Berlin „Chancen nutzen, um die Bevölkerung länger gesund zu halten

Südtirol und Berlin sollen in den Bereichen Gesundheit, Biomedizin und Innovation noch stärker zusammenarbeiten: Um dieses Thema zu besprechen, haben sich heute eine Delegation der Charité - Universitätsmedizin Berlin und Vertretern der Eurac Research, des NOI Techparks, des Südtiroler Sanitätsbetriebs mit Gesundheitslandesrat Hubert Messner an der Spitze getroffen.

Gesundheitslandesrat Hubert Messner (Bildmitte) beim Treffen mit der Delegation der Charité Berlin. - Foto: © LPA/Fabio Brucculeri


„Wir werden alle älter. Das Ziel muss gleichzeitig sein, dass wir auch mehr gesunde Lebensjahre im Alter erreichen. Eine Forschungskooperation mit der Charité Berlin kann dabei länderübergreifend eine große Kraft entfalten“, sagte Messner. Prävention spiele dabei eine zentrale Rolle, auch auf molekularer Ebene und beim Aufbau einer individualisierten Prävention, so der Landesrat. „Wir wollen eine strategische Zusammenarbeit aufbauen, um die Chancen zu nutzen, die Bevölkerung länger gesund zu halten“, betonte Messner.

Foto: © LPA/Fabio Brucculeri





Im Fokus der Gespräche standen gemeinsame Forschungsfelder, strukturierte Austauschprogramme sowie der Aufbau einer vertieften Zusammenarbeit im Bereich von Precision Health und Biomedical Innovation. Längerfristig soll eine stabile Forschungszusammenarbeit entstehen. Ins Auge gefasst wird, 2026 ein Memorandum of Understanding (eine Absichtserklärung) zu erarbeiten. Zudem sollen erste konkrete Projekte etabliert werden.



Der Leiter des Instituts für Biomedizin (Eurac-Research), Peter Pramstaller, erläuterte, dass Südtirol beispielsweise mit Projekten wie CHRIS über wertvolle Daten zur Gesundheit verfüge. Diese seien besonders wichtig, um Prävention und frühe Intervention besser zu verstehen und weiterzuentwickeln. Markus Ralser, Direktor des Instituts für Biochemie an der Charité, der die Zusammenarbeit angeregt hatte, hob hervor, dass die Kombination der Stärken von Bozen und Berlin ideale Voraussetzungen biete.

Foto: © LPA/Fabio Brucculeri




So könne Südtirol langfristige Untersuchungen leichter abwickeln als Berlin, weil die Bevölkerung in Großstädten häufiger den Arzt und Krankenhaus wechselt. Zudem verfüge Südtirol über ein einheitlich organisiertes Gesundheitssystem im Gegensatz zum deutschen Gesundheitswesen, was Studien ebenfalls vereinfache. Südtirol hat wunderbare Ressourcen und alles in einem System vereint, wo wir aus Berliner Sicht neidisch darauf schauen„, sagt Britta Siegmund, ärztliche Zentrumsleiterin des Centrums für Innere Medizin und Direktorin der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie. Es sei wichtig, dass die Wissenschaft sich darum kümmere, die beste Versorgung für die Menschen zu erreichen.

lpa

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