Freitag, 27. Februar 2026

Schon wieder! Mit Messer aus 3D-Drucker in der Schule: Minderjährige im Visier

Was sie damit vorhatten, ist so ungewiss wie beunruhigend: Die Carabinieri der Kompanie Bozen wurden kürzlich in eine Schule gerufen – weil ein Schüler offenbar ein Messer bei sich trug. Wie sich herausstellte, soll er es mit der Hilfe eines Mitschülers selbst mit einem 3D-Drucker angefertigt haben. Es handelt sich nicht um irgend ein Messer – als modularer Gegenstand kann es rasch auseinandergebaut und leichter versteckt werden.

Ein modulares Messer, das mit einem 3D-Drucker angefertigt wurde und rasch zerlegt und wieder aufgebaut werden kann: Die Carabinieri haben den gefährlichen Gegenstand in einer Schule bei zwei Minderjährigen beschlagnahmt. - Foto: © CC

Minderjährige im Visier

Ein modulares Messer kann in Einzelteile zerlegt werden – das von den Carabinieri beschlagnahmte Modell stammt aus einer 3D-Druckermaschine. Laut der Rekonstruktion der Beamten soll der Schüler, bei dem die Waffe entdeckt wurde, das Modell im Netz gefunden und einen Mitschüler gebeten haben, es mit dem 3D-Drucker, über den letzterer verfügt, anzufertigen.

Was am Messer auffällt, sind die Magnete, die womöglich dazu dienen, die Klinge mit einer Länge von zehn Zentimetern im Griff zu fixieren. Die Gesamtlänge der Waffe beträgt 18 Zentimeter.

Die beiden Verdächtigen sind minderjährig, aus diesem Grund wurde die Jugendstaatsanwaltschaft informiert und ein Ermittlungsverfahren wegen illegaler Herstellung und illegalem Mitführen von Waffen bzw. von gefährlichen Gegenständen eingeleitet.

Nicht die erste Beschlagnahme dieser Art

Auch beschlagnahmten die Carabinieri den 3D-Drucker, mit dem das Messer angefertigt worden war. Wie bereits vor wenigen Wochen in Terlan ( STOL hat berichtet) war auch in diesem Fall das rasche Eingreifen des Schulpersonals ausschlaggebend, um eine potenzielle Eskalation zu verhindern. Auch damals waren Messer und 3D-Drucker beschlagnahmt worden.

stol