„Unser aller Alltag mit den digitalen Medien hat den Druck auf die Familien erhöht“, erklärte Projektleiterin Astrid Di Bella bei der gestrigen Vorstellung der „MutterNacht“. Umso mehr gelte es, Unterstützung und Orientierung zu bieten. Eltern stünden heute mehr denn je vor der Herausforderung, ihre Kinder im Umgang mit den digitalen Medien kompetent zu begleiten. Eine Mammutaufgabe, denn die digitale Welt schreitet mit enormer Geschwindigkeit voran – sowohl in puncto Möglichkeiten und Chancen als auch in puncto Gefahren.
„Gefangen im Netz“
„Gefangen im Netz: Familien und digitale Welt“ lautet somit das Motto der heurigen Sensibilisierungskampagne „MutterNacht“, die am 10. Mai am Bozner Rathausplatz von 10 bis 13 Uhr über die Bühne geht. Ebendort wird das Schwerpunktthema aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet, aber auch von Fachleuten eingeordnet. Selbst Schüler werden über ihren Handyverzicht berichten.Einen Vorgeschmack auf die Vielschichtigkeit dieses Schwerpunktes gab es bereits bei der gestrigen Pressekonferenz am Bozner Pfarrplatz mit einem Großteil der Träger der „MutterNacht“. Als Direktor des Hauses der Familie berichtete Gernot Psenner über den Wunsch von Familien nach kompetenter Unterstützung, Sozialpädagogin Melanie Kemenater verwies auf die Chancen bewusster Mediennutzung. Auch Angelika Stampfl, Präsidentin der Vereinigung AEB (Aktive Eltern von Menschen mit Behinderungen), brach eine Lanze für digitale Medien, weil sie stärkere Teilhabe ermöglichen.

