Mittwoch, 30. April 2025

„MutterNacht“: Über Chancen und Risiken der digitalen Medien

Seit 2015 macht es sich die Initiative „MutterNacht“ zur Aufgabe, delikate Themen rund um die Familie aufzugreifen, zur Diskussion anzuregen und auf diese Weise Orientierung zu bieten. Der diesjährige Aktionstag am 10. Mai rückt die Chancen und Risiken der digitalen Medien in den Mittelpunkt.

Haben die Inhalte der „MutterNacht 2025“ gestern am Pfarrplatz in Bozen vorgestellt (v.l.): Gernot Psenner, Melanie Kemenater, Angelika Stampfl, Astrid Di Bella, Rosmarie Pamer, Siegrid Zwerger und Elisabeth von Leon.

Seit 2015 macht es sich die Initiative „MutterNacht“ zur Aufgabe, delikate Themen rund um die Familie aufzugreifen, zur Diskussion anzuregen und auf diese Weise Orientierung zu bieten. Der diesjährige Aktionstag am 10. Mai rückt die Chancen und Risiken der digitalen Medien in den Mittelpunkt.

„Unser aller Alltag mit den digitalen Medien hat den Druck auf die Familien erhöht“, erklärte Projektleiterin Astrid Di Bella bei der gestrigen Vorstellung der „MutterNacht“. Umso mehr gelte es, Unterstützung und Orientierung zu bieten. Eltern stünden heute mehr denn je vor der Herausforderung, ihre Kinder im Umgang mit den digitalen Medien kompetent zu begleiten. Eine Mammutaufgabe, denn die digitale Welt schreitet mit enormer Geschwindigkeit voran – sowohl in puncto Möglichkeiten und Chancen als auch in puncto Gefahren.

„Gefangen im Netz“

„Gefangen im Netz: Familien und digitale Welt“ lautet somit das Motto der heurigen Sensibilisierungskampagne „MutterNacht“, die am 10. Mai am Bozner Rathausplatz von 10 bis 13 Uhr über die Bühne geht. Ebendort wird das Schwerpunktthema aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet, aber auch von Fachleuten eingeordnet. Selbst Schüler werden über ihren Handyverzicht berichten.

Einen Vorgeschmack auf die Vielschichtigkeit dieses Schwerpunktes gab es bereits bei der gestrigen Pressekonferenz am Bozner Pfarrplatz mit einem Großteil der Träger der „MutterNacht“. Als Direktor des Hauses der Familie berichtete Gernot Psenner über den Wunsch von Familien nach kompetenter Unterstützung, Sozialpädagogin Melanie Kemenater verwies auf die Chancen bewusster Mediennutzung. Auch Angelika Stampfl, Präsidentin der Vereinigung AEB (Aktive Eltern von Menschen mit Behinderungen), brach eine Lanze für digitale Medien, weil sie stärkere Teilhabe ermöglichen.

Die Kraft der Bücher

Elisabeth von Leon, Dozentin für Kinderliteratur an der Uni Bozen, hob hingegen die Kraft von Geschichten und vor allem von Büchern für die Entwicklung des kindlichen Geistes hervor, ehe Siegrid Zwerger den Wert von bewusster Familienzeit in Form von Spiel, Abenteuer und lebendiger Beziehung betonte. Familienlandesrätin Rosmarie Pamer unterstrich die Notwendigkeit von Aktionen wie der „MutterNacht“ zur Weiterentwicklung der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit.

az

Alle Meldungen zu:

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden