Mittwoch, 1. Oktober 2025

VIDEO | Drohbrief gefunden – Oktoberfest geschlossen – „Täter bedroht die Wiesn“

Nach der Explosion und der Entdeckung eines Leichnams im Münchner Norden sollen die Ermittler ein Schreiben des mutmaßlichen Täters entdeckt haben, berichtet die BILD Online. Das Schreiben führte demnach zur Schließung des Oktoberfests – „ein Täter hat die Wiesn bedroht“, bestätigte auch Oberbürgermeister Dieter Reiter. Indes prüfen die Behörden einen Zusammenhang mit der Antifa-Szene.

Nach der Explosion und der Entdeckung eines Leichnams im Münchner Norden sollen die Ermittler ein Schreiben des mutmaßlichen Täters entdeckt haben. - Video: stol

Oberbürgermeister: „ Ein Täter hat die Wiesn bedroht“

„Es geht darum, dass ein Täter die Wiesn bedroht hat und die Polizei und der Koordinierungskreis einhellig zu der Auffassung kamen, dass wir dieses Risiko, Menschen auf das Oktoberfest zu lassen, nicht eingehen können“, erklärte Dieter Reiter, der Oberbürgermeister von München, heute in einem Beitrag in den sozialen Medien.

„Es geht darum, dass ein Täter die Wiesn bedroht hat und die Polizei und der Koordinierungskreis einhellig zu der Auffassung kamen, dass wir dieses Risiko, Menschen auf das Oktoberfest zu lassen, nicht eingehen können“, erklärte Dieter Reiter, der Oberbürgermeister von München. - Foto: © stadt münchen



Die Schließung des Oktoberfests stehe laut dem Oberbürgermeister in Zusammenhang mit den Explosionen und Schüssen im Münchner Norden ( STOL hat berichtet). Laut einem Bericht der BILD sollen die Ermittler am Tatort ein Schreiben des mutmaßlichen Täters gefunden haben. Darin soll unter anderem eine Bedrohung gegen das Oktoberfest enthalten sein, berichtet die deutsche Tageszeitung.

Text zu Vorfällen auf Antifa-Portal veröffentlicht

Indes wird ein Zusammenhang des Vorfalls mit der Antifa geprüft. „In den frühen Morgenstunden haben wir im Münchner Norden einige Luxuskarren abgefackelt und Hausbesuche abgestattet. Zudem ging für einen Fascho sein Morgenspaziergang nicht besonders gut aus“, heißt es in einem heute Morgen veröffentlichten Beitrag auf indymedia.org.

Der Polizei sei das bekannt und sie prüfe wie bei allen anderen Hinweisen auch hier einen Zusammenhang, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Ermittler waren zunächst davon ausgegangen, dass das Haus „im Rahmen eines Familienstreits“ angezündet wurde.

Wie berichtet, hatten ein Feuer und Explosionsgeräusche am Mittwochmorgen einen Großeinsatz ausgelöst. In einem Münchner Wohngebiet wurde ein völlig ausgebrannter Transporter gefunden – und ein Verletzter an einem nahen See, der kurz darauf verstarb.

In einem Haus, das wohl vorsätzlich in Brand gesteckt wurde, fand die Polizei Sprengfallen. Das Oktoberfest blieb wegen einer Sprengstoffdrohung zunächst geschlossen ( Mehr dazu lesen Sie hier). Die genauen Zusammenhänge sind noch unklar.

dpa/stol