Donnerstag, 27. November 2025

BILDER | Nach Lawine: Über 200 zufällig anwesende Retter im Einsatz

Nach dem Lawinenabgang mit mehreren Verschütteten am Stubaier Gletscher in Nordtirol zieht die Polizei Bilanz – und eine Zahl sticht besonders hervor: Über 200 Personen, die zufällig vor Ort waren, halfen tatkräftig bei der Suche nach Verschütteten mit, darunter 90 Soldaten der deutschen Bundeswehr und 60 Bergretter aus der Tschechischen Republik und aus Polen – mit Lawinensuchhund.

Hunderte Personen beteiligten sich an der Suche nach Verschütteten nach dem Lawinenabgang am Stubaier Gletscher. - Foto: © Bergrettung Sölden

Lawine „mit größter Wahrscheinlichkeit von Variantenfahrern ausgelöst“

Wie berichtet, hatte sich gegen 9.15 Uhr am Donnerstag im Skigebiet Stubaier Gletscher ein Lawinenabgang im Variantenbereich östlich der Daunscharte ereignet. Wie die Polizei nun in einer Aussendung mitteilt, wurde die Lawine „mit größter Wahrscheinlichkeit von Variantenfahrern ausgelöst“.


Foto: © Bergrettung Sölden

Die Bilanz der Verletzten

Beim Lawinenabgang blieben fünf der beteiligten Personen unverletzt, heißt es in der Aussendung. Zwei weitere Personen wurden vom Notarzthubschrauber „Alpin2“ mit einer Unterarmverletzung und einer Knieverletzung ins Krankenhaus Hall gebracht.


Foto: © Bergrettung Sölden



Eine beteiligte Person klagte über leichte Schmerzen und begab sich wie die fünf unverletzten Beteiligten selbständig mit der Gondel ins Tal. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren bereits alle Verschütteten befreit. Weitere Unfallerhebungen folgen am morgigen Freitag.

Bei den Beteiligten Personen handelte es sich um:

• Eine Österreicherin (19) – unverletzt

• Zwei in Innsbruck lebende Bulgarinnen (27 und 36) – unverletzt

• Fünf Deutsche – drei davon verletzt: ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Ostallgäu erlitt Verletzungen unbestimmten Grades am Unterarm, ein in Innsbruck lebender, 21-Jähriger Deutscher erlitt eine Knieverletzung unbestimmten Grades und ein 21-Jähriger aus dem Zollernalbkreis erlitt eine leichte Schulterverletzung



Beeindruckend ist aber vor allem die Anzahl an Personen, die am Einsatz beteiligt waren – neben den alarmierten Rettungskräften auch Mitarbeiter der Gletscherbahnen, zufällig anwesende Retter außer Dienst, aber auch Urlauber und andere Pistenbenutzer. Die Polizei liefert auch hierfür eine detaillierte Liste:

• Zwei Notarzthubschrauber (Alpin2, Christophorus 1)

• Polizeihubschrauber „Libelle Tirol“

• drei Bergrettungsortsstellen (Neustift – 13 Personen, Vorderes Stubaital – sieben Personen, Sölden – sieben Personen)

• Lawinensuchhunde der Bergrettung

• Sieben Alpinpolizisten

• Mehrere Mitarbeiter der Stubaier Gletscherbahnen

• Rund 90 Soldaten der zufällig anwesenden deutschen Bundeswehr

• Rund 60 Personen von zufällig anwesenden tschechischen und polnischen Bergrettern mit einem weiteren Lawinensuchhund

• Rund 100 Zivilpersonen


stol

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