Donnerstag, 24. Juli 2025

Nach Murenabgang im Passeiertal: „Auf nicht unbedingt notwendige Fahrten verzichten“

Nach einem Murenabgang ist die Staatsstraße zwischen zwischen St. Leonhard und St. Martin in Passeier derzeit vollständig gesperrt. Umgeleitet wird der Leichtverkehr über den parallel verlaufenden Fahrradweg – das Land empfiehlt dennoch, auf nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verzichten.

Am Donnerstagvormittag bildete sich ausgedehnter Stau in Richtung Passeier – allen Aufrufen zum Trotz. - Video: stol

Der Hangrutsch ereignete sich im Bereich eines Bachs, bei dem sich große Mengen Geröll und Schlamm auf die Fahrbahn ergossen haben (STOL hat berichtet). Nach aktuellem Stand bleibt die Straße voraussichtlich den gesamten heutigen Tag über unpassierbar.

Experten sind vor Ort: Hier lesen Sie mehr.

„Die Lage ist anspruchsvoll, da große Materialmengen den Durchlass verlegt haben“, erklärte Philipp Sicher vom Landesstraßendienst. „Unser Ziel ist es, das Wasser gezielt abzuleiten und die Straße sobald wie möglich wieder freizugeben. Die Einsatzteams leisten derzeit ganze Arbeit.“

Im Passeiertal laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren: Fünf Greifbagger und drei Radlader stehen im Einsatz. - Foto: © LPA/Straßendienst Burggrafenamt



Für den Leichtverkehr wurde eine örtliche Umleitung über den parallel verlaufenden Fahrradweg eingerichtet. Aufgrund der Enge und Länge der Strecke kann es dort zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen. Es wird deshalb empfohlen, auf nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verzichten.

Fünf Greifbagger und drei Radlader im Einsatz

Im Einsatz stehen derzeit zehn Räumfahrzeuge, darunter fünf Greifbagger und drei Radlader. Die Materialmenge beträgt rund sechs bis sieben Meter. Ziel der laufenden Arbeiten ist es, den verlegten Durchlass freizulegen, damit das Wasser kontrolliert abfließen kann. Anschließend soll die Straße so rasch wie möglich wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Der Murenabgang ereignete sich im Bereich eines Gewerbegebietes, mehrere Hallen sowie Maschinen und Arbeitsgeräte wurden verschüttet. Die Aufräumarbeiten laufen unter Hochdruck.

„Sicherheit steht an erster Stelle.“, versichert Landesrat Daniel Alfreider. „Einsatzkräfte von Straßendienst, Wildbach und Feuerwehr sind am Werk um auch bei schwierigen Bedingungen die Strecke so rasch wie möglich wieder freizubekommen. Weitere Informationen werden folgen sobald wir Neuigkeiten haben.“

lpa

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