Sonntag, 12. Oktober 2025

Tödliche Messerattacke in Bozen: Rumäne im Visier der Staatsanwaltschaft

Sein Leichnam lag in einer Blutlache: Die Staatsanwaltschaft Bozen liefert in einer Aussendung Details zur makabren Entdeckung eines toten 32-jährigen Rumänen im Bozner Industriegebiet. Demnach soll der mutmaßliche Täter, ein 47-jähriger Landsmann des Opfers, nach dem Angriff die Flucht ergriffen haben. Er konnte entlang der Autobahn festgenommen werden.

Die Blutspuren am Tatort. - Foto: © DLife



Aber der Reihe nach: In der Nacht auf heute entdeckte ein Streifenwagen der Bozner Quästur gegen 0.45 Uhr in der Industriezone auf dem öffentlichen Lkw-Parkplatz am 1.-Mai-Platz den Leichnam eines Mannes, der in einer Blutlache am Boden lag, heißt es in der Aussendung der Bozner Staatsanwaltschaft ( STOL hat berichtet).

„Die Leiche wies mehrere Schnittverletzungen auf, darunter eine tödliche unter der linken Achselhöhle“, heißt es weiter. Die Behörden bestätigen, dass es sich beim Opfer um einen 32-jährigen Rumänen handelt, „von Beruf Lkw-Fahrer“.

Verdacht: Flucht mit Lkw nach Bluttat

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft, die zum Tatort ausrückte, nahmen die Fahndungs- und die Streifenabteilung der Staatspolizei sofort die Ermittlungen zum gewaltsamen Tod auf.

Die ersten Ergebnisse: Der mutmaßliche Täter soll unmittelbar nach der Tat mit seinem Sattelzug die Flucht ergriffen haben. Er konnte gegen 3:25 Uhr mit Hilfe der Straßenpolizei an der A22-Raststätte Laimburg in Fahrtrichtung Norden gefasst werden.

„Blutgetränkte Kleidungsstücke“

Sowohl der Verdächtige als auch sein Fahrzeug entsprachen der Beschreibung von Zeugen der Bluttat, so die Staatsanwaltschaft. „Der Mann wies zudem Blutspuren am Körper auf und im Fahrzeug wurden blutgetränkte Kleidungsstücke gefunden.“

Ermittlungen zur Tatwaffe

Augenzeugen gaben an, dass zwischen dem mutmaßlichen Täter und dem Opfer ein Streit aus nichtigen Gründen entfacht war. Der Verdächtige, ein rumänischer Staatsbürger, Jahrgang 1978, wurde daraufhin in die Quästur gebracht, von der Staatsanwaltschaft einvernommen und anschließend wegen dringenden Tatverdachts festgenommen.


Der Beschuldigte machte bislang von seinem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern. Die Ermittlungen zur Tatwaffe dauern noch an. Am Montag wird beim Untersuchungsrichter ein Antrag auf Haftprüfung gestellt.


stol

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