Mittwoch, 19. November 2025

Nach wie vor Tabuthema: Gewalt an Menschen mit Behinderung

Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen ist nach wie vor ein oft tabuisiertes Thema. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene gesehen und gehört werden.

„Gewalt darf nirgends Platz haben.“ - Foto: © shutterstock

Vor diesem Hintergrund haben sich Landesrätin Rosmarie Pamer und Gleichstellungsrätin Brigitte Hofer zu einem Austausch über aktuelle und geplante Maßnahmen gegen Gewalt an Menschen mit Behinderungen getroffen.

„Gewalt darf nirgends Platz haben“

Eines der Schwerpunktthemen war der von den Frauenhausdiensten unterbreitete Vorschlag, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich gezielt mit der Prävention und Bekämpfung von Gewalt an Frauen mit Behinderungen befassen soll.

Dabei sollen konkrete Maßnahmen entwickelt werden, um die Zusammenarbeit der beteiligten Dienste zu stärken und Standards für Schutz- und Präventionsstrategien zu erarbeiten.

Für Schutz und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen (v.l.): Verena Moser, Brigitte Hofer, Andrea Birrer (People First), Silvia Clignon (Lebenshilfe), Ute Gebert (Amt für Menschen mit Behinderungen) und Landesrätin Rosmarie Pamer. - Foto: © LPA/Fleischmann

Gemeinsame Verantwortung aller beteiligten Stellen

„Gewalt darf nirgends Platz haben. Wir müssen Barrieren abbauen, Anlaufstellen sichtbar machen und das Thema aus der Tabuzone holen“, betonte Landesrätin Pamer.

Verena Moser, Direktorin des Amtes für Menschen mit Behinderungen, verwies auf einen Entwurf, wonach Strategien und/oder Schutzkonzepte als Voraussetzungen für die Akkreditierung stationärer und teilstationärer Sozialdienste vorgesehen sind.

Gleichstellungsrätin Hofer hob die gemeinsame Verantwortung aller beteiligten Stellen hervor: „Es ist zentral, dass Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen wirksame Gewaltschutzkonzepte entwickeln und umsetzen – insbesondere dort, wo Frauen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Nur so kann ein verlässlicher Schutz gewährleistet werden.“

Es gehe darum, Menschen mit Behinderungen zu stärken, damit sie sich selbst vor Gewalt schützen und ihre Stimme erheben können.

lpa

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