Nach Abklärung der Lage rückten acht Meraner Bergretter mit dem Einsatzfahrzeug zur Leitenalm (1862 m) aus. Von dort setzten sie ihren Weg zu Fuß in Richtung Ifingerscharte fort, wo sich der Mann verstiegen hatte. Glücklicherweise war der Bergsteiger kurz vor den Felswänden in der Rinne zum Stillstand gekommen und konnte selbst den Notruf absetzen.
Zunächst versuchten die Retter, den Mann zu Fuß zu erreichen und zu begleiten. Da er jedoch stark erschöpft war, wurde die Einsatztaktik geändert und der Rettungshubschrauber des Aiut Alpin Dolomites angefordert. Zwei Bergretter wurden per Winde zur Einsatzstelle geflogen und zum Patienten abgesetzt. Anschließend konnte der Mann gesichert und per Winde an Bord des Hubschraubers genommen werden.
Der unverletzte Bergsteiger wurde zur Leitenalm geflogen, wo er die Nacht verbrachte und am nächsten Tag seine Tour fortsetzte. Der Einsatz endete gegen Mitternacht. Insgesamt standen acht Mitglieder der Bergrettung Meran im Einsatz.
„Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig eine sorgfältige Tourenplanung ist“, betont die Bergrettung Meran. „Nur dank Glück und raschem Eingreifen konnten schwerere Folgen verhindert werden.“

