Montag, 12. Mai 2025

Nachteinsatz am Ifinger: Zwei Bergsteiger aus misslicher Lage gerettet

Am Sonntagabend musste die Bergrettung Meran zu einem nächtlichen Rettungseinsatz am Ifinger ausrücken, nachdem zwei Südtiroler Bergsteiger in Not geraten waren. Das Paar war am Nachmittag in den Klettersteig Heini Holzer eingestiegen, hatte sich jedoch durch die Dauer der Tour und erschwerte Bedingungen erheblich verspätet.

„Ende gut, alles gut“: Gegen Mitternacht war der Einsatz erfolgreich beendet. - Foto: © Bergrettung Meran/AVS

Der noch vorhandene Schnee und aufziehender Nebel behinderten das Weiterkommen erheblich. Gegen 22 Uhr setzten die beiden schließlich einen Notruf ab. Die Bergrettung Meran rückte daraufhin mit neun Einsatzkräften aus. Mit dem Einsatzfahrzeug gelangte das Team bis zur Bergstation des Oswald-Liftes, von wo aus der Aufstieg zu Fuß begann.

Foto: © Bergrettung Meran/AVS



Die beiden Bergsteiger konnten in der Nähe des kleinen Ifingers auf rund 2.552 Metern Höhe relativ schnell gefunden werden. Sie waren glücklicherweise nahezu unverletzt, wiesen jedoch deutliche Anzeichen von Unterkühlung und Kreislaufschwäche auf. Der junge Mann war lediglich in kurzen Hosen unterwegs und deutlich gezeichnet von der Strapaze.

Foto: © Bergrettung Meran/AVS



Nach der Erstversorgung mit warmen Getränken und zusätzlicher Kleidung wurde der Abstieg über den Normalweg eingeleitet. Schließlich konnten die beiden mit dem Einsatzfahrzeug nach Falzeben gebracht werden, wo ihr Auto abgestellt war.

Foto: © Bergrettung Meran/AVS



Gegen Mitternacht war der Einsatz erfolgreich beendet – „Ende gut, alles gut“, wie ein Sprecher der Bergrettung zusammenfasste. Die beiden jungen Bergsteiger zeigten sich sichtlich erleichtert, wieder wohlbehalten nach Hause fahren zu können.

Die Bergrettung Meran erinnert in diesem Zusammenhang an die Wichtigkeit einer sorgfältigen Tourenplanung, insbesondere im Frühjahr, wenn in höheren und schattigen Lagen noch mit erheblicher Schneelage zu rechnen ist.

stol

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