Die beiden Bergsteiger konnten in der Nähe des kleinen Ifingers auf rund 2.552 Metern Höhe relativ schnell gefunden werden. Sie waren glücklicherweise nahezu unverletzt, wiesen jedoch deutliche Anzeichen von Unterkühlung und Kreislaufschwäche auf. Der junge Mann war lediglich in kurzen Hosen unterwegs und deutlich gezeichnet von der Strapaze.
Nach der Erstversorgung mit warmen Getränken und zusätzlicher Kleidung wurde der Abstieg über den Normalweg eingeleitet. Schließlich konnten die beiden mit dem Einsatzfahrzeug nach Falzeben gebracht werden, wo ihr Auto abgestellt war.
Gegen Mitternacht war der Einsatz erfolgreich beendet – „Ende gut, alles gut“, wie ein Sprecher der Bergrettung zusammenfasste. Die beiden jungen Bergsteiger zeigten sich sichtlich erleichtert, wieder wohlbehalten nach Hause fahren zu können.
Die Bergrettung Meran erinnert in diesem Zusammenhang an die Wichtigkeit einer sorgfältigen Tourenplanung, insbesondere im Frühjahr, wenn in höheren und schattigen Lagen noch mit erheblicher Schneelage zu rechnen ist.

