Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte am Donnerstag, dass man Verletzungen des NATO-Luftraums nicht hinnehmen werde. Man werde „alle Maßnahmen ergreifen, die notwendig sind, um wirksame Abschreckung auch gegen diese Luftraumverletzungen, gegen diese Übergriffe durch die russische Armee zu unterbinden“, sagte er nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer. Er habe Verteidigungsminister Boris Pistorius am Wochenende gebeten, dazu im NATO-Rat und insbesondere mit den Verteidigungsministern aus Polen, Frankreich und Großbritannien ein Einvernehmen über eine Reaktion zu erzielen.
Vier russische Militärflugzeuge vor der Küste Alaskas ab
Zuletzt hatten NATO-Staaten Russland wegen der Verletzung des estnischen Luftraums verurteilt. Auch Polen hatte ein Eindringen russischer Kampfjets gemeldet. Die Regierung in Moskau wies die Vorwürfe zurück. Doch nicht nur an der Westgrenze Russlands kommt es zu solchen Zwischenfällen, sondern auch im Osten des Landes.So fingen Abfangjäger des nordamerikanischen Luft- und Weltraum-Verteidigungskommandos (NORAD) am Mittwoch vier russische Militärflugzeuge vor der Küste Alaskas ab. Dabei habe es sich um zwei Bomber vom Typ Tu-95 und zwei Kampfjets vom Typ Su-35 gehandelt, teilte NORAD am Donnerstag mit.

