Samstag, 8. November 2025

Suche nach Markus Kirchler offiziell eingestellt: Sherpas suchen trotzdem weiter

Obwohl die Suche nach den drei vermissten Bergsteigern der internationalen Expedition am Yalung Ri in Nepal am Freitag von offizieller Seite aus eingestellt wurde, suchen Sherpas vor Ort weiter nach den Vermissten – darunter auch Markus Kirchler.

Sherpas wollen weiter nach den vermissten Lawinenopfern suchen. - Foto: © APA/AFP / PRAKASH MATHEMA

Inzwischen werden die Rettungsarbeiten ausschließlich von den Sherpas fortgeführt – einheimischen Alpinisten, die alle verfügbaren menschlichen und technischen Ressourcen einsetzen, um die Leichen des Südtirolers Markus Kirchler (29/Jenesien), des Italieners Marco Di Marcello sowie des nepalesischen Sherpas Padam Tamang zu bergen. Die drei waren am vergangenen Montag bei einer Akklimatisierungstour in über 5.400 Metern Höhe von einer riesigen Lawine verschüttet worden.


Nachdem die Suche aufgrund technischer und klimatischer Schwierigkeiten zunächst unterbrochen worden war, kommen nun aus dem Rolwaling-Tal neue Nachrichten. Diese übermittelte der aus Teramo stammende Himalaya-Experte Davide Peluzzi, der bereits mehrfach Expeditionen in derselben Region geleitet hat.

„Werden nicht aufhören zu graben“

„Ich stehe seit dem Tag der Lawine in Kontakt mit Tenjing Phurba, dem Leiter dieser unglücklichen Expedition“, sagte Peluzzi der Nachrichtenagentur ANSA. „Er hat mir bestätigt, dass die nepalesische Gemeinschaft in der Region zutiefst betroffen ist. Für sie ist es eine Herzensangelegenheit, nicht aufzugeben – unter der Lawine liegen Bergsteiger, die sie als Brüder betrachten. Sie werden nicht aufhören zu graben.“

Todeslawine erfasste Bergsteiger-Gruppe

Am 3. November erfasste eine Lawine eine Gruppe von Bergsteigern, die gerade zum Gipfel aufsteigen wollte. Dabei kamen sieben Menschen ums Leben – fünf Alpinisten aus Italien, Deutschland und Frankreich, sowie zwei nepalesische Bergführer.

Neben Kirchler kamen auch der in Innsbruck lebende Italiener Paolo Cocco, Marco Di Marcello aus Italien, der Deutsche Jakob Schreiber, der Franzose Christian André Manfredi sowie die nepalesischen Bergführer Padam Tamang und Mere Karki ums Leben. Die Frau von Manfredi, Solange Thaon, ist eine der Überlebenden. Sie hat eindrucksvoll über die Lawinentragödie berichtet.

ansa/zor

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