„Ich bin gerade in Venezuela angekommen. Mein Team und ich sind bereit zu arbeiten“, schrieb Dogu auf Spanisch im Onlinedienst X und stellte Fotos von ihrer Ankunft am Flughafen dazu. Das venezolanische Außenministerium erklärte, das Treffen von Dogu und Gil sei Teil der Bemühungen, „einen Fahrplan für Fragen von bilateralem Interesse festzulegen“ und bestehende Differenzen auf diplomatischem Weg beizulegen.
Die US-Regierung hatte Dogu, die zuvor bereits US-Botschafterin in Honduras und Nicaragua war, vergangene Woche zur Geschäftsträgerin ernannt, ihrer obersten diplomatischen Vertreterin in Venezuela. Schon wenige Tage nach der Gefangennahme Maduros und seiner Inhaftierung in New York wegen Vorwürfen des „Drogenterrorismus“ war eine US-Delegation nach Caracas gereist und hatte eine Wiedereröffnung der dortigen US-Botschaft geprüft.
Die US-Botschaft in Caracas ist seit 2019 geschlossen. Die US-Vertretung für Venezuela hatte ihren Sitz seitdem in der US-Botschaft in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.
Trump hatte nach der Gefangennahme Maduros gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA. Er setzt zugleich auf eine Zusammenarbeit mit Venezuela, obwohl die dortige Regierung weiterhin von einstigen Verbündeten Maduros kontrolliert wird. Die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat er als „fantastisch“ gelobt. Rodríguez war Vizepräsidentin unter Maduro und wurde vom Obersten Gericht des Landes nach dessen Gefangennahme als Interims-Staatschefin eingesetzt.

