Dienstag, 14. April 2026

„Einsatzkräfte erleben tagtäglich Situationen, die niemand erleben sollte“

Die Verkehrssicherheitskampagne „No Credit 2026“ stellt reale Einsatzerfahrungen von Rettungs- und Sicherheitskräften in den Mittelpunkt.

Von tödlichen Unfällen mit Kindern über dramatische Motorradkollisionen bis hin zur Begleitung von Hinterbliebenen – diese Erfahrungen hinterlassen Spuren bei jenen, die helfen wollen, aber nicht immer helfen können. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Erfahrungen hinterlassen Spuren

Im Zentrum der Kampagne stehen authentische Erlebnisse von Einsatzkräften, die tagtäglich mit den Folgen schwerer Verkehrsunfälle konfrontiert sind. Von tödlichen Unfällen mit Kindern über dramatische Motorradkollisionen bis hin zur Begleitung von Hinterbliebenen – diese Erfahrungen hinterlassen Spuren bei jenen, die helfen wollen, aber nicht immer helfen können.

„No Credit 2026“ stellt erstmals die realen Erfahrungen von Einsatzkräften im Rettungs- und Sicherheitsdienst in Südtirol in den Mittelpunkt. An der Initiative des Landes Südtirol und des Safety Parks beteiligen sich Rotes Kreuz, Weißes Kreuz, der Landesfeuerwehrverband, die Berufsfeuerwehr, die Carabinieri, die Verkehrspolizei und die Vereinigung der Ortspolizei. - Foto: © LPA/STA/Ivan Brentegani



Ziel ist es, diese oft unsichtbare Perspektive sichtbar zu machen und das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmenden für mehr Aufmerksamkeit und Verantwortung zu schärfen.

Bewusstsein für verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr stärken

Bei der Vorstellung der Kampagne wurde auch die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdiensten und Sicherheitskräften betont. Die Regierungskommissarin und Präfektin Maddalena Travaglini erklärte, dass diese Zusammenarbeit wichtig für die Vorbeugung von Verkehrsunfällen sei. Sie sagte außerdem, dass die Kampagne das Bewusstsein für verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr stärken soll, um die eigene Sicherheit und die anderer zu schützen.

„Unsere Einsatzkräfte erleben tagtäglich Situationen, die niemand erleben sollte“


„Unsere Einsatzkräfte erleben tagtäglich Situationen, die niemand erleben sollte. Indem wir ihre Geschichten erzählen, geben wir ihnen eine Stimme und erinnern daran, dass jeder Unfall eine Entscheidung oder ein Moment der Ablenkung zu viel sein kann. Verkehrssicherheit betrifft uns alle, jeden Tag, auf jeder Straße“, so Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

„Wahre Geschichten“ aus dem Einsatzalltag

Die Kampagne startet mit einem neuen Hauptmotiv und einer Reihe „Wahrer Geschichten“ aus dem Einsatzalltag. „Das zentrale Sujet zeigt die realen Folgen eines Unfalls – als Weckruf für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr“, erklärt Lukas Nothdurfter, Zentrumsleiter des Safety Park und Koordinator von No Credit.

„Verkehrssicherheit ist Teamarbeit. Wenn Einsatzkräfte ihre Erfahrungen teilen, wirkt das stärker als jede Statistik. No Credit 2026 zeigt, wie schnell Routine in Tragik umschlagen kann und wie jede und jeder von uns durch Respekt, Aufmerksamkeit und Regelbewusstsein dazu beiträgt, dass alle sicher ankommen“, so Nothdurfter weiter.

Die begleitenden Kurzfilme greifen reale Einsatzberichte auf: von tödlichen Kollisionen bis zu schwersten Motorradunfällen und machen die menschliche Seite hinter jeder Blaulichtmeldung eindrucksvoll erlebbar. Die diesjährige Ausgabe ist intensiver als je zuvor: Sie basiert konsequent auf wahren Begebenheiten und entstand in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Organisationen.

Sensibilisierungskampagne No Credit

Die Kampagne „No Credit“ wird vom Land Südtirol seit 2006 umgesetzt und soll Verkehrsteilnehmende zu sicherem und verantwortungsbewusstem Verhalten anregen. Sie basiert auf Bewusstseinsbildung, Kontrollen und baulichen Maßnahmen wie verbesserter Beschilderung, Instandhaltung der Straßen und zusätzlichen Schutzeinrichtungen an gefährlichen Stellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt je nach Jahr auf unterschiedlichen Themen. Im Jahr 2026 stehen die Erfahrungen von Rettungs- und Sicherheitskräften im Mittelpunkt der Kampagne.

Seit 2020 wird die Kampagne zentral vom Safety Park koordiniert, wo auch weitere Maßnahmen zur Verkehrssicherheit gebündelt sind. Dazu gehören Fahrsicherheitskurse für verschiedene Alters- und Berufsgruppen sowie gezielte Informations- und Sensibilisierungsarbeit. Ziel ist es, Menschen aller Altersgruppen auf einen sicheren Umgang im Straßenverkehr vorzubereiten.

lpa/stol

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