Donnerstag, 16. Oktober 2025

„Nord-Stream“-Verdächtiger: Rom stoppt Auslieferung

Das Kassationsgericht hat gestern die geplante Auslieferung des mutmaßlichen Drahtziehers der Anschläge auf die Nord-Stream-Gasleitungen 2022 in der Ostsee an Deutschland gestoppt. Es hob eine Entscheidung der Vorinstanz überraschend auf. Der Fall geht nun zurück an das Gericht in Bologna.

Im September 2022 wurde die Gasleitung Nord-Stream schwer beschädigt. - Foto: © APA/DANISH DEFENCE / HANDOUT

Die deutsche Justiz wirft dem Ukrainer Serhij Kuznetsov (49) gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage vor.

Der Kassationshof in Rom begründete seine Entscheidung laut Nicola Canestrini, dem Anwalt des Ukrainers, damit, dass nach der Festnahme des 49-Jährigen im August während des juristischen Verfahrens dessen Rechte verletzt worden seien.

Der Ukrainer war im Sommer in Rimini festgenommen worden, wo er mit seiner Familie Urlaub machte.

Über drei Jahre seit der Explosion

Die Sprengsätze waren am 26. September 2022 detoniert. Dabei waren die beiden Pipelines massiv beschädigt worden, an drei der insgesamt vier Leitungen wurden Lecks entdeckt. Allerdings war zuvor schon kein Gas mehr durch die Leitungen geflossen.

Die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 war mit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 gestoppt worden.

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