Der Grund für die Maßnahme waren zwei gerissene Schafe in einem Almgebiet in der Wildschönau (Bezirk Kufstein) sowie zwei weitere im selben Gebiet, die aufgrund des schweren Grads ihrer Verletzungen notgetötet werden mussten.
Nach Begutachtung durch die örtlich zuständigen Amtstierärzte bestand der Verdacht auf einen Wolf als Verursacher, hieß es. Die vier Schafe wurden Anfang vergangener Woche sowie gestern, Donnerstag, aufgefunden. Die Jägerschaft wurde inzwischen über die Verordnung informiert.
Bereits sieben Abschussverordnungen erlassen
Heuer waren in Tirol bereits sieben Wolf-Abschussverordnungen erlassen worden. In zwei Fällen kam es letztlich zu Abschüssen. Abgesehen von der nunmehrigen Verordnung waren laut Land nach Rissen noch vier weitere aufrecht – zwei davon im Ötztal, eine im Stubaital und eine in Osttirol.Debatte um Verschärfungen
Nach der Senkung des Wolf-Schutzstatus auf EU-Ebene von „streng geschützt“ auf „geschützt“ hatte die Landesregierung zuletzt angekündigt, die Schlinge um die Raubtiere weiter enger zu ziehen. Bis zum Almsommer 2026 soll eine Novelle des Nordtiroler Jagdgesetzes in Kraft treten, durch die beobachtete Risikowölfe geschossen werden können, ohne dass sie davor Tiere gerissen haben müssen.Den Oppositionsparteien FPÖ, Liste Fritz und NEOS war das nicht schnell genug. Sie wollen bereits kommende Woche im Juli-Landtag einen dahin gehenden Dringlichkeitsantrag mit dem Ziel einer sofortigen Änderung des Almschutzgesetzes einbringen.

