Mittwoch, 4. März 2026

Nur vom Frieden zu träumen, ist zu wenig!

„Vor Leid, Angst und Tod bekommen wir am eigenen Leib direkt nichts mit. Dennoch ist die von der Diözese ins Leben gerufene Veranstaltung wichtig.“ Ein Kommentar von „Dolomiten“-Ressortleiter Michael Eschgfäller.

Michael Eschgfäller: „Wir werden die Auswirkungen des Krieges zwar auch zu spüren bekommen – spätestens bei der nächsten Tankfüllung.“ - Foto: © ÖA / jaidermartina

Seit vier Jahren brutalster Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, ein mehr als brüchiger Waffenstillstand im Gazastreifen, unzählige Konflikte in halb Afrika, die Kriegserklärung Pakistans und Afghanistans und jetzt auch noch der aufflammende Krieg in der Golfregion.

Die Welt gleicht immer mehr einem Schlachtfeld. Und mittendrin Millionen von Menschen, die in den Kriegsgebieten festsitzen oder versuchen, daraus zu fliehen. Da mutet die Abhaltung einer Friedenswoche, die hierzulande abgehalten wird, schon fast kleingeistig an. Wir werden die Auswirkungen des Krieges zwar auch zu spüren bekommen – spätestens bei der nächsten Tankfüllung.

Vor Leid, Angst und Tod bekommen wir am eigenen Leib direkt nichts mit. Dennoch ist die von der Diözese ins Leben gerufene Veranstaltung wichtig. Wer, wenn nicht jeder Einzelne, kann im Kleinen den Samen für den Frieden legen – in der Hoffnung, dass das Pflänzchen irgendwann auch die höchsten Höhen der Baumkrone erreicht. Nur vom Frieden zu träumen, ist eindeutig zu wenig!

michael.eschgfaeller@athesia.it

stol

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