Montag, 9. Februar 2026

Obereggen: Diebstahl, Fahrerflucht und verbotene Abfahrten

Vom Skidiebstahl über Fahrerflucht bis zu nächtlichen Abfahrten auf gesperrten Pisten: Die Carabinieri ziehen im Skigebiet Obereggen nach mehreren erfolgreichen Einsätzen der vergangenen Wochen eine aufsehenerregende Bilanz.

Die Carabinieri sind seit mehreren Wochen mit Ermittlungen und Pisteneinsätzen im Skigebiet Obereggen beschäftigt. - Foto: © CC

Skiausrüstung gestohlen – Täter angezeigt

Am heutigen Montagvormittag haben die Carabinieri der Station Deutschnofen einen Mann auf freiem Fuß angezeigt. Er steht im Verdacht, am 6. Januar Skiausrüstung im Skigebiet Obereggen gestohlen zu haben. Nach gezielten Ermittlungen und einer von der Justiz angeordneten Durchsuchung konnten zwei Paar Skier samt Zubehör im Gesamtwert von rund 1.600 Euro sichergestellt und den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden.

Unfall und Flucht: Identifizierung über Videoüberwachung

Auch ein Vorfall vom 27. Januar 2026 konnte nun aufgeklärt werden. Nach einem Zusammenstoß zwischen zwei Skifahrern hatte sich der Verursacher vom Unfallort entfernt. Die Identifizierung gelang mithilfe hochauflösender Videoüberwachung an den Drehkreuzen der Aufstiegsanlagen. Gegen den Mann werden nun die vorgesehenen Sanktionen gemäß dem Gesetzesdekret 40/2021 zur Sicherheit im Wintersport angewandt.

Ermittlungen nach Zusammenstoß im Wartebereich

In einem weiteren Fall laufen die Ermittlungen zur Identifizierung eines mutmaßlichen Täters wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Der Vorfall ereignete sich bei einem Zusammenstoß im Wartebereich eines Skilifts. Die geschädigte Person hat formell Anzeige erstattet.

Kontrollen nach Betriebsschluss

Besonders deutlich wurde die Präsenz der Carabinieri in den Abendstunden. Bei Kontrollen nach Pistenschluss wurden sechs Personen beim Befahren gesperrter Pisten ertappt – ein gefährliches Verhalten, das mit Verwaltungsstrafen geahndet wird. Zudem wurden zwei Anzeigen wegen Trunkenheit erstattet.

300 Rettungseinsätze seit Saisonbeginn

Neben Kontrollen und Ermittlungen waren die Carabinieri auch vielfach im Einsatz, um zu helfen. Seit Beginn der Skisaison wurden rund 300 Rettungseinsätze für verletzte oder in Schwierigkeiten geratene Skifahrer durchgeführt.

Der Kommandant der Carabinieri-Kompanie appelliert an die Eigenverantwortung: Wer in einen Unfall oder Streit verwickelt ist, solle den Ort nicht verlassen. Das Skigebiet sei flächendeckend videoüberwacht, zudem lasse sich über den Skipass jederzeit die Identität der Beteiligten nachvollziehen.

stol

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