Mittwoch, 28. Januar 2026

Olympische Fackel grüßt Gröden: Kunst, Natur und Leidenschaft

Olympia-Fieber in den Dolomiten: Isolde Kostner trug heute die Fackel durch ihre Heimat Gröden. Begleitet wurde das Olympische Feuer von von Trachten, Musik und alpiner Kultur. Viele Schaulustige verfolgten das Spektakel am heutigen Mittwoch.

Skisportlegende Isolde Kostner zog mit der olympischen Fackel durch St. Ulrich. - Video: stol

Der Startschuss fiel um 8.10 Uhr bei der historischen Lokomotive der Grödner Bahn am Bahnhofsplatz in St. Ulrich. Dort machte sich Thomas Gaiser, ein junger Handwerker aus Eppan, als erster Läufer der Staffel auf den Weg. „Für einen Sportler wie mich geht ein Traum in Erfüllung: Ich habe Eishockey gespielt, bin aber generell ein großer Sportfan und liebe die Werte, die der Sport vermittelt. Hier zu sein ist für mich ein wahr gewordener Traum“, sagte Gaiser, sichtbar bewegt.

Als zweite Fackelträgerin der 52. Etappe war eine außergewöhnliche Persönlichkeit des italienischen und Südtiroler Sports dabei, und zwar die ehemalige Skirennläuferin und dreifache Olympiamedaillengewinnerin Isolde Kostner. Die ehemalige Skirennläuferin wurde entlang der 200 Meter mit der Fackel vom Publikum begeistert gefeiert.

„Ich hatte das Glück, an drei Olympischen Spielen teilzunehmen und 2002 in Salt Lake City Fahnenträgerin zu sein. Als Athletin habe ich den Geist der Spiele mit grundlegenden Werten wie Frieden und Respekt kennen und lieben. Ich hoffe, dass auch Südtirol und seine Sportbegeisterten dieses historische und wunderschöne olympische Ereignis schätzen und bestmöglich erleben können“, erklärte Kostner.

Olympische Fackel begleitet von Trachten, Musik und alpiner Kultur

Der Fackellauf in Gröden ließ mit seiner Flamme symbolisch verschiedene Aspekt der Kultur der Ladiner als altes und einzigartiges alpines Erbe aufleuchten: Von der Kunst über die traditionellen Trachten bis zu den örtlichen Bräuchen, ebenso wie die bedingungslose Liebe zu den Bergen, vor allem zu den Dolomiten, die zum UNESCO-Welterbe gehören.

In St. Ulrich erreichte die olympische Fackel, flankiert von jubelnden Menschen, mehrere symbolträchtige Orte, darunter die Dauerausstellung „Art52“. Entlang der Strecke, am Antoniusplatz, fanden die zehn Holzskulpturen „Unika-Fan“ großen Anklang. Einige davon wurden eigens für die Olympischen Spiele geschaffen und werden während der Biathlonbewerbe in Antholz ausgestellt. schätzen und bestmöglich erleben können, erklärte Kostner.

Zu den besonderen Fackelträgerinnen dieses Tages zählten auch die frühere Grödner Freestyle-Skifahrerin Silvia Bertagna.

Zu den schönsten Momenten gehörte der Aufstieg der Fackelträgerinnen und Fackelträger mit der Kabinenbahn Richtung Sellaronda auf das Sellajoch. Am Sellajoch erfolgte die symbolische Staffelübergabe an die Provinz Trient. Die ehemalige italienische Skirennläuferin Chiara Costazza, brachte die Fackel über die Abfahrt ins Tal. Erste Station war Canazei.

Am Donnerstag, 29. Januar, kehrt die olympische Fackel nach Südtirol zurück und startet in Meran zur 53. Etappe.

lpa

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