Zur Zahl der verdächtigen bzw. beschuldigten Personen konnte Trentini keine Angaben machen. Er betonte, die 1995 gegründete KiJA Tirol sei Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahren und nehme den Auftrag wahr, Kinderrechte zu vertreten, schützen und zu fördern. Aufgrund der gesetzlich vorgesehenen Skartierungen (Aktenvernichtung, Anm.) lägen der KiJA allerdings nicht mehr alle Dokumentationen aus den letzten 30 Jahren vor. „Personen können sich jederzeit auch anonym bei der KiJA melden“, bekräftigte Trentini.
„Wir möchten darauf hinweisen, dass die KiJA Tirol mit ihren externen Vertrauenspersonen in den sozialpädagogischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe circa einmal monatlich Sprechstunden für die Bewohnerinnen und Bewohner anbietet, erläuterte der Kinder- und Jugendanwalt. Das SOS-Kinderdorf in Osttirol werde seit 2015 zwei Mal jährlich visitiert: “Seit 2024 ist der Besuch vier bis fünf Mal jährlich möglich.„ Die Kinder und Jugendlichen könnten sich im Rahmen der Sprechstunden mit all ihren Anliegen und Themen freiwillig und vertraulich an die externen Vertrauenspersonen der KiJA wenden.

