Sonntag, 28. September 2025

Papst: „Ganze Völker sind gezeichnet von Krieg und Ausbeutung“

Bei der Heilig-Jahr-Messe für Katechetinnen und Katecheten hat Papst Leo XIV. am Sonntag vor den katastrophalen Folgen von Krieg gewarnt. „Vor den Toren des Überflusses steht heute das Elend ganzer Völker, gezeichnet von Krieg und Ausbeutung. Über die Jahrhunderte scheint sich nichts geändert zu haben“, sagte der Papst.

Leo XIV. warnt: Mit Gier und Gleichgültigkeit weder Frieden noch Gerechtigkeit. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI

Mit Gier und Gleichgültigkeit werde es weder Frieden noch Gerechtigkeit geben, warnte Papst Leo. Er bete für die Opfer des Taifuns in Asien, der insbesondere die Philippinen, die Insel Taiwan, Hongkong und die Region Guangdong in Vietnam heimgesucht hatte.

Foto: © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI

Papst bekundet Nähe mit Bevölkerung nach Taifun in Asien

„Ich fühle mich den betroffenen Bevölkerungen nahe, besonders den Ärmsten. Ich bete für die Opfer, die Vermissten, die zahlreichen vertriebenen Familien, die vielen Menschen, die unter schwierigen Bedingungen leiden mussten, sowie für die Rettungskräfte und die zivilen Behörden“, so der Papst.

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Das Kirchenoberhaupt erinnerte die Katechetinnen und Katecheten aus aller Welt daran, dass sie nicht einfach Lehrstoff vermitteln, sondern das Wort Gottes so verkünden sollten, dass es Gläubigen im Leben hilft. „Wenn wir im Glauben erziehen, vermitteln wir nicht einfach eine Lehre, sondern legen das Wort des Lebens in die Herzen der Menschen, damit es in einem guten Leben Frucht bringen kann“, erklärte der Pontifex in seiner Predigt auf dem Petersplatz.

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Leo XIV. erinnerte an den Heiligen Augustin, der einem Katecheten geraten habe: „Erkläre alles so, dass die, die dir zuhören, glauben, im Glauben hoffen und in der Hoffnung lieben können.“ Erste Katecheten seien die Eltern, die ihre Kinder das Sprechen lehren. Glaube werde zunächst wie eine Muttersprache zu Hause gelernt, betonte der Papst.

apa/dpa

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