Sonntag, 28. September 2025

Parlamentswahl in Moldau begonnen

In der Republik Moldau haben am Sonntag die Parlamentswahlen begonnen. Rund 3,3 Millionen moldauischen Bürgerinnen und Bürger im In- und Ausland sind stimmberechtigt. Wie so oft in der jüngeren Vergangenheit gilt auch diese Wahl als richtungsentscheidend für das Land. Das pro-europäische Polit-Lager in der Ex-Sowjetrepublik zwischen Rumänien und der Ukraine, das das Land in die EU führen will, hat seit Monaten mit der Einflussnahme Russlands zu kämpfen.

In der Republik Moldau haben am Sonntag die Parlamentswahlen begonnen. - Foto: © APA/AFP / DANIEL MIHAILESCU

Es wirft Moskau wird auch Stimmenkauf vor. Die insgesamt 2.274 Wahllokale im Land öffneten um 07.00 Uhr Ortszeit (6.00 Uhr MESZ) und werden um 21.00 Uhr schließen. Im Ausland gibt es 313 Wahllokale einrichten, darunter drei in Österreich: in Wien, Innsbruck und Klagenfurt. Exit Polls werden keine erwartet, dafür erste Teilergebnisse im Laufe der Nacht auf Montag.

Zwei Dutzend Parteien und Wahlbündnisse treten bei der Wahl an. Umfragen zufolge haben allerdings lediglich drei, bestenfalls vier davon tatsächlich Chancen, den Sprung ins Parlament zu schaffen: die pro-europäische Regierungspartei „Aktion und Solidarität“ (PAS) um Staatspräsidentin Sandu, der „Patriotischer Block“, ein pro-russisches Bündnis aus Sozialisten (PSRM) und Kommunisten (PCM).

Ihr bisheriger Bündnispartner, die Kleinpartei „Herz und Zukunft der Moldau“ der früheren stramm pro-russischen Gouverneurin der Provinz Gagausien, Irina Vlah, wurde am Freitag per Gerichtsurteil überraschend von der Wahl ausgeschlossen. Die vornehmlich aus Ex-Kommunisten bestehende Partei „Alternative“ des russlandfreundlichen Hauptstadtbürgermeisters von Chisinau, Ion Ceban, und „Unsere Partei“ des pro-russischen Oligarchen Renato Usatii könnten auch noch den Sprung ins Parlament schaffen.

Umfragemäßig führt zwar die Regierungspartei PAS, doch stellt sich moldauischen Politbeobachtern zufolge die Frage, ob sie ihre absolute Mehrheit verteidigen kann. Um die Regierung zu stellen, muss die PAS mindestens 51 der insgesamt 101 Parlamentsmandate einfahren, sofern sie nicht mit prorussischen Parteien koalieren will.

apa

Alle Meldungen zu:

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden