Donnerstag, 20. November 2025

Pflege zu Hause? Neue Helfer in Sicht

Pflege zu Hause ist ein großes Schlagwort, aber die Umsetzung gestaltet sich oftmals schwierig. Nun haben 49 Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger ein Implementierungsprojekt zur familienzentrierten Pflege erfolgreich abgeschlossen.

„Die Pflege wird dort sichergestellt, wo die Menschen wohnen.“ - Foto: © dpa / Oliver Berg

Das Projekt orientiert sich an den Vorgaben des staatlichen Wiederaufbauplans PNRR. Ziel ist es, pflegerische Unterstützung möglichst wohnortnah zu organisieren. Die teilnehmenden Pflegekräfte wurden speziell dafür ausgebildet, ältere und chronisch kranke Menschen sowie deren Angehörige umfassend zu betreuen und zu begleiten.

Die Einführung der familienzentrierten Pflege erfolgt im Südtiroler Sanitätsbetrieb seit 2017 schrittweise in mehr als 20 Gesundheitssprengeln. Die nun zertifizierten Pflegekräfte arbeiten in den Sprengeln Zentrum Bozner Boden-Haslach, Eggental-Schlern-Gröden, Naturns und Gadertal.

„Die Pflege wird dort sichergestellt, wo die Menschen wohnen“

Im Herbst starteten auch Lana und Europa Don Bosco als letzte Sprengel mit dem Praxisprojekt. Bis 2027 soll das Modell flächendeckend in allen Sprengeln umgesetzt sein.

„Die Einführung der familienzentrierten Pflege in den Sprengeln führt zu einem besseren Symptommanagement bei den betreuten Personen, reduziert die Belastung pflegender Angehöriger und fördert die Pflegebereitschaft sowie die Gesundheit der gesamten Familie nachhaltig“, sagt Pflegedirektorin Marianne Siller.

Damit werde auch der grundlegende Ansatz des staatlichen Wiederaufbauplanes des Zuhauses als erster und wichtiger Ort der Pflege und Fürsorge gestärkt.

„Die Pflege wird dort sichergestellt, wo die Menschen wohnen. Die Lebensqualität von pflegebedürftigen Personen und ihren Familien wird nachhaltig verbessert, wenn sie so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld verweilen können und gleichzeitig gut versorgt sind“, so Siller.

stol

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