Freitag, 26. September 2025

Polizei: Rebellen entführten mehr als 100 Zivilisten im Ostkongo

Eine Rebellengruppe hat in der Demokratischen Republik Kongo Polizeiangaben zufolge mindestens 100 Zivilisten entführt, unter ihnen Frauen und Kinder. Kämpfer der Codeco-Miliz hätten in der Nacht auf Freitag eine Gruppe von Einwohnern der östlichen Provinz Ituri angegriffen, als diese von einem Wochenmarkt in der Kleinstadt Bule heimkehrten, sagte der lokale Polizeibeamte Pascal Nyabenda der Deutschen Presse-Agentur.

Kämpfer der Codeco-Miliz hätten in der Nacht auf Freitag eine Gruppe von Einwohnern der östlichen Provinz Ituri angegriffen. - Foto: © APA/afp / GLODY MURHABAZI

Dabei sei es zu einem Schusswechsel zwischen den Rebellen und Soldaten gekommen, die die Zivilisten verteidigen wollten, so Nyabenda. Drei Soldaten seien demnach getötet worden. Auch ein Zivilist ist laut Polizeiangaben erschossen worden. Die Zivilisten seien ihrer Fahrzeuge beraubt und in einen nahe gelegenen Wald entführt worden.
Die Codeco-Miliz, die aus einem ethnischen Konflikt um Landnutzung hervorging, hat in vergangenen Monaten Dutzende Angriffe in der Region durchgeführt, wobei oftmals ganze Dörfer niedergebrannt und geplündert wurden.

Im rohstoffreichen Ostkongo kämpfen mehr als 100 bewaffnete Gruppen um Einfluss. Auch Milizen aus Nachbarstaaten dienen die Wälder als Rückzugsraum. Die Provinz Ituri grenzt an die Provinz Nord-Kivu, die großteils von der von Ruanda unterstützten Miliz M23 eingenommen wurde.

apa/dpa

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