„Die weltweite Lage der Pressefreiheit ist 2025 auf historischem Tiefstand“
„Die weltweite Lage der Pressefreiheit ist 2025 auf historischem Tiefstand“, lautet die Bilanz der Organisation. „Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Staaten mit “sehr ernster„ Lage.“ Europa sei dabei weiterhin jene Weltregion, in der Journalistinnen und Journalisten am freiesten berichten könnten.Nur in sieben Ländern sei die Lage „gut“ zu bewerten, sie liegen alle in Europa. „Neben einer fragilen Sicherheitslage und zunehmendem Autoritarismus macht vor allem der ökonomische Druck den Medien weltweit zu schaffen.“ Mit Rang 49 ist Italien im Pressefreiheitsindex von Reporter ohne Grenzen (RSF) im Vergleich zum letzten Jahr um 3 Ränge abgefallen. Die Pressefreiheit wird von der Organisation als „problematisch“ bewertet.
In 160 von 180 Ländern haben Medien große Geldprobleme
„Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt nun in Staaten, in denen wir die Lage der Pressefreiheit als sehr ernst einstufen“, sagt RSF-Geschäftsführerin Anja Osterhaus. „Autokraten ist unabhängiger Journalismus ein Dorn im Auge.“Das wirke sich auch auf dessen wirtschaftliche Überlebensfähigkeit
aus. „Wenn Medien finanziell ausgetrocknet werden, wer deckt dann
Falschinformationen, Desinformation und Propaganda auf? Neben
unserem täglichen Kampf für die Sicherheit von Journalistinnen und
Journalisten setzen wir uns deshalb auch für eine Stärkung der
wirtschaftlichen Grundlagen des Journalismus ein.“ In 160 Ländern der Welt könnten Medien kaum nachhaltig wirtschaften.

