Komplexe Genehmigungsverfahren und lange Wartezeiten
Die Schutzhütten kämpfen weiterhin mit komplexen Genehmigungsverfahren und langen Wartezeiten. Die erneute Pflicht zur Begutachtung größerer Erweiterungen durch den Alpinbeirat führt zu zusätzlichen Verzögerungen. Der Ausschuss der Fachgruppe fordert, dass nur gesetzlich vorgeschriebene Gutachten eingeholt werden und kleinere Bauvorhaben nicht unnötig an weitere Gremien zur Begutachtung übermittelt werden, heißt es in der Presseaussendung.Zudem gestaltet sich der Bau von Unterkünften für Personal sowie primärer Infrastrukturen oft schwierig und kostspielig. Hier schlägt die Fachgruppe vereinfachte Verfahren und die Prüfung des Verzichts auf die Konzessionsgebühren vor, insbesondere für Materialseilbahnen und primäre Infrastrukturen.
Die
jüngsten
Änderungen der Förderbestimmungen sorgen für Unverständnis
Die jüngsten Änderungen der Förderbestimmungen sorgen weiterhin für Unverständnis. Sobald ein Projekt auch nur eine kleine Erweiterung beinhaltet, werden keine Beiträge mehr gewährt. Für Schutzhütten der Alpinen Vereine und des Landes gilt diese rigide Bestimmung jedoch nicht. Zudem erschwert eine neue gesetzliche Regelung den Ankauf von Landesliegenschaften in hochalpinen Lagen. Stefan Perathoner fordert praxistaugliche Lösungen, eine klare Auslegung der Richtlinien und Gleichbehandlung.Schutzmaßnahmen, die der Sicherheit von Wanderern und Hütten dienen, müssen ähnlich öffentlich finanziert werden, egal ob die Schutzhütte im Besitz von alpinen Vereinen, dem Land oder von Privaten ist, betonnte Perathoner. Angesprochen wurde auch das in letzter Zeit beobachtete Phänomen des wilden Zeltens in hochalpiner Lage. Die Fachgruppe fordert hier verstärkte Kontrollen, um Umwelt- und Sicherheitsprobleme zu vermeiden, heißt es abschließend in der Presseaussendung.

