Dienstag, 13. Mai 2025

Projekt „Mut zum Hinsehen“ im internationalen Austausch

Wie kann Kirche Schutzräume schaffen? In Bozen und Brixen trafen sich Studierende aus sechs Ländern mit der diözesanen Steuerungsgruppe und dem Fachbeirat, um über Prävention, Machtmissbrauch und das Projekt „Mut zum Hinsehen“ zu diskutieren. Der interkulturelle Austausch zeigte: Der Schutz junger und verletzlicher Menschen ist ein globales Anliegen – und beginnt bei Bildung, Offenheit und Zuhören.

Die Studierenden aus Indien, Indonesien, Nigeria, Tansania, Ägypten und Österreich mit Mitgliedern der Steuerungsgruppe und des Fachbeirates. - Foto: © Diözese

Projekt „Mut zum Hinsehen“

Bereits zum dritten Mal war dieser Tage eine internationale Studierendengruppe des Instituts für Anthropologie in Rom zu Gast in der Diözese Bozen-Brixen. Neben verschiedenen anderen Programmpunkten stand dieses Mal das Projekt „Mut zum Hinsehen“ im Mittelpunkt. Dieses kirchliche Präventionsprojekt sensibilisiert für Machtmissbrauch und Grenzverletzungen und setzt auf konkrete Schutzmaßnahmen, Bildung und Vernetzung.

Im Bozner Pastoralzentrum trafen sich die Studierenden aus Indien, Indonesien, Nigeria, Tansania, Ägypten und Österreich mit Mitgliedern der Steuerungsgruppe und des Fachbeirates. Sie zeigten großes Interesse an den Strukturen und Vorgehensweisen der Diözese – insbesondere an der Rolle der Ombudsstelle und den Formen der Präventionsarbeit. Im Gegenzug berichteten sie offen über Herausforderungen in ihren Herkunftsländern. Der Austausch war geprägt von Respekt, Lernbereitschaft und einem gemeinsamen Anliegen: dem Schutz junger und verletzlicher Menschen.

Ausbildung zum verantwortungsvollen Umgang mit Nähe

Ein weiteres Treffen fand im Priesterseminar Brixen statt – mit den Seminaristen sowie dem Regens Markus Moling und dem Dekan der Philosophisch-Theologischen Hochschule, P. Martin M. Lintner. Im Zentrum standen die Ausbildung im Bereich von Nähe und Distanz, kulturelle Unterschiede im Umgang mit Körperlichkeit und Vertrauensverhältnissen sowie persönliche Unsicherheiten.

Die Notwendigkeit einer fundierten menschlichen Bildung wurde unterstrichen, um angehende Priester zu einem sensiblen und verantwortungsvollen Umgang mit Beziehungen zu befähigen – als Grundlage für eine Kultur des Schutzes und des Wohlbefindens.

stol

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