Montag, 4. August 2025

Razzia gegen chinesische Mafia in Italien: 13 Mal klicken die Handschellen

Bei einer Razzia gegen die chinesische Mafia in Italien konnten 13 Personen aus verschiedenen Städten festgenommen werden. Die Untersuchung bestätigte, dass zahlreiche chinesische kriminelle Gruppen in Italien etabliert sind. Besonders aktiv seien sie in Regionen mit einem hohen Anteil chinesischer Bevölkerungsgruppe. Zum Beispiel in der Toskana, berichtet die Polizei.

Wegen dem Einsatz gegen die chinesische Mafia hatten die Beamten alle Hände voll zu tun. - Foto: © Carabinieri

In den kriminellen Gruppen schwanke die Mitgliederzahl. Meist begingen sie Straftaten gegen Einheimische. „Ähnlich wie bei traditionellen Mafiaorganisationen bedienen sich diese Gruppen regelmäßig Drohungen und Gewalt, folgen dem Gesetz des Schweigens und streben Gebietskontrolle an“, erklärt die Polizei.

Die Untersuchungsbeamten stellten die Existenz eines „bewaffneten Arms“ der chinesischen Kriminalität fest. Er soll für die Einschüchterung und die schweren Gewalttaten verantwortlich sein. Die Ermittlungen verifizierten, dass diese Gruppen auch mit Gruppierungen anderer Nationalität kollaborieren sollen, auch italienischen. So können sie sich Machtbereiche und Geschäfte aufteilen.

Die chinesische Mafia beging unter anderem Verbrechen über das „Hawala“-System. Dabei handelt es sich um ein geheimes, illegales Geldtransfersystem, welches hohe Summen an Geld ohne Bankspuren übertragen kann. Es wird von etlichen kriminellen Vereinigungen genutzt, für Geldwäsche, Drogen- und Menschenhandel.

Durch die Razzia konnten 13 Menschen festgenommen werden. Der Vorwurf lautet: Drogenhandel, Ausbeutung der Prostitution, Raub, Diebstahl und Erpressung . Gegen 31 Menschen wurde Anzeige erstattet. Strafen im Umfang von 73.382 Euro wurden verhängt.

stol

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